Aus der Soziologie

Positionspapier des Wissenschaftsrats zur ›Wissenschaft im Spannungsfeld von Disziplinarität und Interdisziplinarität‹

Mit dem Positionspapier zur ›Wissenschaft im Spannungsfeld von Disziplinarität und Interdisziplinarität‹ will der Wissenschaftsrat ein sachgerechtes Verhältnis von disziplinärer, multi- und interdisziplinärer Wissenschaft in Lehre und Forschung fördern. Interdisziplinarität hat im wissenschaftspolitischen Diskurs der letzten Jahrzehnte einen hohen Stellenwert gewonnen. Viel seltener in den Blick genommen wird die Disziplinarität in Forschung und Lehre. Leistungsfähige Disziplinen sind aber eine Voraussetzung für gelingende Interdisziplinarität, die ihrerseits Impulse für die Entwicklung der Fächer geben kann. Daher betrachtet der Wissenschaftsrat das Spannungsverhältnis von disziplinärer und interdisziplinärer Wissenschaft genauer. ›Disziplinäre und interdisziplinäre Wissenschaft sind keine Gegensätze, sondern gleichwertige Formen wissenschaftlichen Arbeitens innerhalb eines breiten Aufgabenspektrums‹, betont Wagner. ›Sie stehen demnach in einer engen Wechselbeziehung.‹ Das Positionspapier gibt Empfehlungen zum Umgang mit Disziplinarität und Interdisziplinarität in Forschung, Lehre und Begutachtungsprozessen. Unter anderem behandelt die Frage, wie Risiken einer interdisziplinären Qualifizierung für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler minimiert werden können.