Wahl Konzil

Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink

  • Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Industrie- und Organisationssoziologie am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Arbeitsschwerpunkte: (Soziale)Innovationsforschung; nachhaltiges Wirtschaften; nachhaltiger Konsum; Gender in der Hochschule; Transdisziplinarität; Soziologie als Beruf
  • DGS-Mitglied seit dem 19.10.1996
  • Mitglied der Sektionen Arbeits- und Industriesoziologie; Wirtschaftssoziologie; Umweltsoziologie; Technik- und Wissenschaftssoziologie
  • DGS-Vorsitzende seit 2019 
  • Mitglied im Konzil von  2015 bis 2019
  • Gründungsmitglied der Sektion Wirtschaftssoziologie
  • Beirätin der Sektion Umweltsoziologie seit ca. 2012
  • Mitglied im Senat des BDS seit 2014 – Schnittstelle zur DGS
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Multiparadigmatische Bildung in den Methoden der empirischen Sozialforschung für alle Studierenden an allen Standorten soziologischer Lehre und Forschung; Lösung des weiterhin bestehenden Problems der Prekarisierung der Early Career Scientists; Eintreten für eine stärkere Präsenz soziologischen Denkens in der Schule; Stärkung der (auch außerakademischen) Berufsfeldorientierung von Studierenden und Doktorand*innen; Stärkung der DGS-Gremienvertretung von Mittelbau und Studierenden; Weiterhin bin ich der Meinung, dass die verstärkte Vermessung der Wissenschaft dauerhaften Schaden anrichten wird und dass wir gut daran täten, uns stärker für Slow Science einzusetzen
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Starke Nachfrage wissenschaftlicher Expertise aus Politik und Zivilgesellschaft einerseits; zunehmende Attacken auf die Wissenschaftsfreiheit andererseits (z.B. gegenüber Gender Studies). Das erfordert interdisziplinäre und internationale Thematisierung von und Eintreten für Wissenschaftsfreiheit! Politische Förderung von Wissenschaftskommunikation als Herausforderung für die Wissenschaft im Allgemeinen und die Soziologie im Besonderen. Vereinbarkeit von Post-Corona-Herausforderungen und sozial-ökologischer Transformation als Zukunftsthema
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Dr. Tobias Boll

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie, Arbeitsbereich Soziologische Theorie und Gender Studies, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Arbeitsschwerpunkte: Praxistheorien; Soziologie des Körpers und der Sexualität, Wissenssoziologie; Humandifferenzierungsforschung (Gender, Dis/Ability); Qualitative Methoden, insb. Ethnografie
  • DGS-Mitglied seit dem 25.05.2018
  • Mitglied der Sektionen Soziologie des Körpers und des Sports, Wissenssoziologie, Methoden der qualitativen Sozialforschung
  • im Sektionsvorstand der Sektion Soziologie des Körpers und des Sports seit September 2018
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: 
    Fachpolitisch: Die Rolle der Soziologie als relevante und zuständige Wissenschaft im Zusammenhang mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen und Transformationen ggü. Politik und Öffentlichkeit hervorheben und stärken. Kritische wissenschafts- und fachinterne Diskussion von Standards und Maßgaben für Langzeitspeicherung und Management von Forschungsdaten, insb. in der qualitativen Sozialforschung. Wissenschaftspolitische Positionierungen der DGS in Bezug auf Bedrohungen oder Einschränkungen der Wissenschaftsfreiheit, national und international
    Fachverbandspolitisch: Pluralität soziologischer Methoden und Paradigmen in der DGS integrieren und (wieder) in produktiven Dialog bringen. Realisierung einer gleichberechtigten Repräsentation aller Mitgliedergruppen in den Gremien der DGS. Transparenz der Gremien und Verfahren in der DGS ausbauen
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Behauptung der Autorität wissenschaftlich produzierten und gesicherten Wissens im Lichte gegenwärtiger Infragestellungen, etwa von reaktionärer und populistischer Seite. Responsive Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, die an Wissensbedarfe und Problemdefinitionen nichtwissenschaftlicher Öffentlichkeiten anschließt. Universität als Arbeitsumfeld und Beschäftigungsort: Transformation universitärer Personalstruktur- und Stellenmodelle im Sinne einer nachhaltigen Berufsperspektive für Wissenschaftler:innen jenseits der Professur. Professionalisierung von Supervisionsverhältnissen in der Doktorand:innenausbildung
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Prof. Dr. Nicole Burzan

  • Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt soziale Ungleichheiten an der Technischen Universität Dortmund
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziale Ungleichheiten, u.a. aus kultursoziologischer Perspektive (z.B. Statusreproduktion in der Mittelschicht, Ungleichheitsaspekte in Museen, soziale und räumliche Mobilität in der Wissenschaft); Methodenplurale Forschung; Zeitsoziologie
  • DGS-Mitglied seit dem 01.07.2002
  • Mitglied der Sektionen Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse, Methoden der qualitativen Sozialforschung, Kultursoziologie, Wissenssoziologie
  • Vorsitzende der DGS von 2017 bis 2019
  • Mitglied des DGS-Vorstands von 2013 bis 2019
  • Mitglied des Konzils von 2011 bis 2013
  • Ausschuss ›Evaluation der Methodenausbildung‹ seit 2019
  • Task Force zur Erarbeitung einer Stellungnahme zum CHE-Ranking 2019
  • Arbeitskreis ›Mixed Methods‹ der Sektionen Methoden der empirischen und Methoden der qualitativen Sozialforschung (Gründungsmitglied 2020)
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Nach sechs Jahren Vorstandszeit, zuletzt als Vorsitzende, hatte ich 2019 das Bedürfnis nach etwas ›Gremienpause‹, aber die DGS liegt mir einfach sehr am Herzen, so dass ich mich gern im Konzil engagieren und meine Erfahrungen aus der Fachpolitik einbringen würde!
    Ein besonderes Interesse besteht in der Förderung des Dialogs zwischen verschiedenen Sub-Fachkulturen.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Wissenschaft zwischen instrumentalisierter ›Faktenproduktion‹ und zugeschriebener ›Postfaktizität‹; Wissenschaft unter Bedingungen der Pandemie; Chancen soziologischer Themen bei der Einwerbung von Forschungsfördermitteln
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Prof. Dr. Sina Farzin

  • Professorin für Allgemeine Soziologie und Soziologische Theorie an der Universität der Bundeswehr München
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziologische Theorie, Kultur- und Literatursoziologie
  • DGS-Mitglied seit dem 01.07.2005
  • Mitglied der Sektionen Soziologische Theorie, Kultursoziologie
  • Mitglied des DGS-Vorstands als Beauftragte für die Zeitschrift SOZIOLOGIE seit 2017
  • Mitglied des DGS-Konzils von 2015 bis 2017
  • Mitglied des Ausschusses Mittelbau in der DGS/Beschäftigungsverhältnisse in der Wissenschaft von 2015 bis 2017
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: In der DGS engagiere ich mich für die wissenschaftliche und professionelle Fachvertretung mit dem Ziel, die Soziologie als multiparadigmatische Disziplin zu stärken. In den kommenden Jahren sollte die DGS zudem nach meiner Ansicht Reformen und Vereinfachungen des Wahlverfahrens anstreben. An diesem Prozess möchte ich mich gerne beteiligen.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Aktuell liegt viel Aufmerksamkeit auf der Übersetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse, ihrer Geltungsbedingungen und -ansprüche in außerwissenschaftliche Diskurs- und Debattenfelder. Die DGS als Fachgesellschaft kann hier einerseits soziologische Kompetenz im Bereich der Wissenschaftskommunikationsforschung einbringen und andererseits eine wichtige Stimme zur Vertretung soziologischen Wissens sein.
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PD Dr. Angela Graf

  • Projektleiterin/wissenschaftliche Referentin am Bayerischen Institut für Digitale Transformation – bidt und Privatdozentin an der Technischen Universität München
  • Arbeitsschwerpunkte: Transformationsprozesse in Wirtschaft und Wissenschaft; Macht- und Herrschaftsverhältnisse; Soziale Ungleichheit; Wissenschafts- und Hochschulsoziologie; Organisationssoziologie; Elitesoziologie
  • DGS-Mitglied seit dem 01.07.2010
  • Mitglied der Sektionen Bildung und Erziehung, Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse, Wissenschafts- und Technikforschung und im Arbeitskreis Wissenschafts- und Hochschulforschung
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Innerhalb der DGS möchte ich mich für die verstärkte Auseinandersetzung mit den Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen von Soziolog*innen, insbesondere für planbare Karrierewege, Chancengleichheit und Diversität einsetzen. Als nichtprofessorales Mitglied der DGS möchte ich einen Schwerpunkt auf die Vertretung der Interessen dieser Statusgruppe legen und mich für eine angemessene Repräsentanz aller Statusgruppen in den Gremien der DGS einsetzen. Darüber hinaus liegt mir die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Sektionen und über Sektionen hinweg am Herzen und ich möchte mich dafür einsetzen, die öffentliche Sichtbarkeit und Wahrnehmung soziologischer Erkenntnisse in der Öffentlichkeit zu stärken.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen und Krisen unserer Zeit stellen nicht nur für die Wissenschaft, sondern auch für die Soziologie eine wichtige Aufgabe dar. Aufgrund der Komplexität und der massiven Friktionen, die mit diese Prozessen verbunden sind, kann eine soziologische Perspektive helfen, Zusammenhänge zu verstehen und zur kritischen Aufklärung beizutragen. Gerade in Zeiten, in denen, nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie, die Wissenschaft über Empfehlungen zunehmend auch Legitimation für politische Maßnahmen verschafft, ist eine kritische wissenschaftliche Betrachtung dessen unablässig. Die Aufgabe der Soziologie sehe ich vor diesem Hintergrund insbesondere darin, diese Themen nicht nur zu analysieren, sondern sie kritisch zu reflektieren, vor dem Hintergrund soziologischer Erkenntnisse Themen öffentlich zu adressieren und gesellschaftliche Prozesse durch den Dialog mit der Gesellschaft informiert und konstruktiv zu begleiten.
    Des Weiteren stellt der Wandel des deutschen Wissenschaftssystems eine bedeutende Herausforderung für die Wissenschaft dar, die es seitens der Soziologie kritisch zu reflektieren und zu begleiten gilt.
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Prof. Dr. Christiane Gross

  • Professorin für Methoden der Quantitativen Empirischen Sozialforschung an der Universität Würzburg
  • Arbeitsschwerpunkt: Soziale Ungleichheit in Bildung, Arbeit und Gesundheit; Methoden der quantitativen empirischen Sozialforschung, Mixed-Methods
  • DGS-Mitglied seit dem 24.05.2006
  • Mitglied der Sektionen Sektion Modellbildung und Simulation, Sektion Medizin- und Gesundheitssoziologie
  • von der DGS und der AS vorgeschlagenes gewähltes Mitglied im Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) seit 2020
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Ich setze mich im Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) für die Interessen von Primärforschenden ein
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Zeit für gute Forschung und Lehre schaffen, berufliche Perspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern, konstruktive Diskussionen statt Grabenkämpfe führen, Chancengleichheit und Meritokratie zugleich umsetzen
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Dr. Julia Hahmann

  • Vertretungsprofessorin ›Transkulturalität und Gender‹ an der Universität Vechta
  • Arbeitsschwerpunkte: Geschlechtertheorien, Freundschaft und alternative Formen der Vergemeinschaftung, Soziologie der Mode, qualitative Forschungsmethoden, Wissenschaftstheorie, Material Gerontology
  • DGS-Mitglied seit dem 26.04.2013
  • Mitglied der Sektionen Alter(n) und Gesellschaft, Frauen- und Geschlechterforschung, Familiensoziologie, Soziologie des Körpers und des Sports
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Weitere Debatten und konkrete Maßnahmen zur ›Soziologie als Beruf‹, die Fragen der Repräsentation, die den wissenschaftlichen Nachwuchs einerseits betreffen, aber insbesondere in einem breiteren Sinne die unterschiedlichen Perspektiven in Wissensproduktion und die Notwendigkeit ihrer Vertretung andererseits, adressieren. Hierzu gehört m.E. auch eine Weiterführung der Auseinandersetzung rund um die ›Crisis of Care‹ im Rahmen wissenschaftlicher Karrieren, die Sorge-Arbeiten im Rahmen unterschiedlichster Lebensentwürfe ernst nimmt und ihnen Raum lässt.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Wissenschaft ist im Allgemeinen aber insbesondere im Pandemie-Bezug herausgefordert, die Besonderheiten wissenschaftlicher Prozesse – z.B. dass Erkenntnisse nicht beständig sind und zuweilen widersprüchliche Aussagen getroffen werden – zu kommunizieren. Das gilt insbesondere für die multiperspektivische Soziologie und die ihr typische Bandbreite an theoretischen und methodisch-methodologischen Positionierungen.
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Dr. Florian Hertel

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Sozialökonomie der Fakultät für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Hamburg
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziale Ungleichheit, Mobilität und Sozialstrukturanalyse
  • DGS-Mitglied seit dem 23.05.2014
  • Mitglied der Sektion Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen DGS und AS bewerbe ich mich als quantitativ arbeitender Ungleichheitsforscher gezielt für das Konzil, um mich aktiv für einen ernsthaften Methodenpluralismus in der Soziologie bzw. ihrer institutionellen Repräsentation im Rahmen der DGS einzusetzen. Mein Motto ist dabei: Wer mit existierenden Widersprüchen nicht umgehen kann, der ist vielleicht auch einfach nicht in der Lage konstruktiv an Problemlösungen mitzuarbeiten. Darüber hinaus würde ich mich gern im institutionellen Rahmen mit Fragen der Repräsentation gesellschaftlicher Minderheiten in unserer Disziplin und ihren Organen befassen. Ich würde gerne an einer institutionell gestützten Diversifizierungsstrategie arbeiten, um Positionen und Perspektiven (und langfristig Repräsentation) benachteiligter Gruppen (Selbstzuschreibungsprinzip) auch über die DGS sichtbarer und entscheidungsrelevanter werden zu lassen. Ganz konkret wäre es z.B. recht einfach, Mitgliedern unterrepräsentierter Gruppen über eine DGS ›Diverse Speaker:innen‹-Liste institutionell zu mehr Sichtbarkeit (wissenschaftliche Panels, Expert:innenrollen, Keynotes etc.) auf Konferenzen, in Medien und Gesellschaft zu verhelfen.
    Um die Schulenbildung (und damit auch nicht unwesentlich die Ausbreitung und den Wandel institutioneller Netzwerke) in der Soziologie transparent nachzuzeichnen, würde ich zudem gerne sozio-demographische Daten für Sektionsstammbäume mit Profs., Betreuenden und (ehemaligen) Promovierenden, etc. auf Sektionsebene aufbauen.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Wissenschaftliche Erkenntnis sollte m. M. n. im Dienste aller Menschen stehen, indem sie Handlungsmöglichkeiten schafft und Widerstände gegen ein besseres Leben zu verstehen und überwinden hilft. Ich maße mir hier nicht an, die Herausforderungen für die Soziologie skizzieren zu können, nicht zuletzt da es m.A.n. weder die eine Soziologie gibt, noch eine Person, die unsere Disziplin insgesamt glaubwürdig vertreten könnte. Aus der spezifisch beschränkten Sicht eines Ungleichheitssoziologen (noch dazu deutsch, promoviert, (noch) vergleichsweise hoch bezahlt, verheiratet, weiß, cis-gender, männlich, hetero mit Kind, …) denke ich aber, dass zumindest ein (traditionsreicher) Teil der Soziologie sich immer wieder neu die Frage stellen und beantworten muss, wie soziale Ungleichheiten entstehen, sich reproduzieren und im Zeitverlauf verändern. Gerade in Zeiten zunehmender Ungleichheit, politischer Polarisierung, aber auch gesteigerter Sensibilität gegenüber extremen Formen von Ausgrenzung scheint es mir sehr wichtig herauszufinden, welche Unterschiede für die Verteilung von Lebenschancen heute relevant sind. Ebenso notwendig erscheint mir die Untersuchung der psychologischen, sozio-ökonomischen und politischen Folgen neuerer Ungleichheitsentwicklungen und deren Kritik entlang gesellschaftlicher Diskurse zu Gerechtigkeit und Normalität.
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Prof. Dr. Herbert Kalthoff

  • Professor für Soziologie am Institut für Soziologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Arbeitsschwerpunkte: Wissens- und Bildungssoziologie, Materialitäts- und Praxistheorien
  • DGS-Mitglied seit dem 01.11.2003
  • Mitglied der Sektionen Methoden der qualitatives Sozialforschung, Wissenssoziologie, Wirtschaftssoziologie
  • Mitglied des Vorstands der Sektion Methoden der qualitativen Sozialforschung von 2002 bis 2008
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Wissenssoziologie; Professionalisierung des Publikationswesens
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: multiparadigmatischer Charakter der DGS; Repräsentation der Soziologie in Schulen
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Dr. Anne K. Krüger (Wiederwahl)

  • Leiterin der BMBF-geförderten Nachwuchsgruppe ›Neue Daten, neues Wissen? Infrastrukturen der Leistungsbewertung in der Wissenschaft‹ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziologische Theorie; Soziologie des Wertens und Bewertens; Organisationssoziologie; Wissenschafts- und Techniksoziologie
  • DGS-Mitglied seit dem 09.03.2010
  • Mitglied der Sektionen Soziologische Theorie, Organisationssoziologie, Wissenschafts- und Technikforschung
  • Mitglied im DGS-Konzil seit 2019
  • Mitbegründerin des AK Wissenschafts- und Hochschulforschung in der Sektion Wissenschafts- und Technikforschung
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Einsatz für die Weiterführung der Diskussion um wissenschaftliche Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen und um die Repräsentation des Mittelbaus in der DGS
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Diskussion des internen Selbstverständnisses der Soziologie in Zeiten von ›data science‹ und der öffentlichen Rolle der Soziologie in Zeiten von Covid-19
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Prof. Dr. Karin Kurz

  • Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Empirische Sozialstrukturanalyse am Institut für Soziologie an der Georg-August-Universität Göttingen
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziale Ungleichheiten und Lebensverläufe bezogen auf Bildung, Arbeitsmarkt, Familie und Umweltbedingungen
  • DGS-Mitglied seit dem 28.02.2000
  • Mitglied der Sektionen Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse, Bildung und Erziehung, Methoden der empirischen Sozialforschung
  • Mitorganisatorin des 39. DGS Kongresses 2018 an der Georg-August-Universität Göttingen
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Vermittlung von Ergebnissen soziologischer Forschung in die Öffentlichkeit; Standards empirischer Forschung; Zusammenarbeit mit der Akademie für Soziologie
  • Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen: populistische Kritik an Wissenschaft; Herausforderungen der Soziologie: wissenschaftliche Bearbeitung aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen (Klimawandel, Corona-Pandemie, Populisimus, Digitalisierung, …); Vermittlung soziologischer Erkenntnisse in die Öffentlichkeit und Politik.
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Prof. Dr. Henning Laux

  • Inhaber der Professur für Soziologie mit Schwerpunkt Soziologische Theorien an der Technischen Universität Chemnitz
  • Arbeitsschwerpunkte: Vergesellschaftung disruptiver Technologien (virtual assistants, social freezing, clean meat); Chemnitz als politisch umkämpfte Stadt; Digital Stories and Dynamics of Segregation; Synchronisationsprozesse in Europa; Gesellschaftstheorie im Anthropozän; Methods of Theorizing
  • Mitglied der DGS seit dem 20.04.2012
  • Mitglied der Sektionen Soziologische Theorie, Kultursoziologie, Politische Soziologie
  • Sprecher der Sektion Soziologische Theorie seit 2016
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Hinwirkung auf wertschätzende, transparente und familienfreundliche Strukturen in der Wissenschaft
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Weiterentwicklung von Forschung und Lehre durch neue Kombinationen aus digitalen und analogen Formaten; Soziologische Expertisen zu möglichen Strategien und Verwerfungen bei der Bewältigung der Corona-Pandemie; Soziologische Aufklärung über die Triebkräfte demokratiefeindlicher Verschwörungstheorien; Soziologische Studien zu den (un-)intendierten Nebeneffekten der Vergesellschaftung künstlicher Intelligenz
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Prof. Dr. Stephan Lessenich (Wiederwahl)

  • Hochschullehrer an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Arbeitsschwerpunkte: Politische Soziologie sozialer Ungleichheit; Vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung; Kapitalismusanalyse und -kritik; Soziologie des Alter(n)s
  • DGS-Mitglied seit dem 14.06.1999
  • Mitglied der Sektionen Sozialpolitik, Soziologische Theorie, Alter(n) und Gesellschaft
  • Vorsitzender der DGS von 2013 bis 2017
  • Vorstandsmitglied der DGS von 2009 bis 2017
  • Mitglied des Konzils der DGS seit 2017
  • Vorstandsmitglied der DGS-Sektion Sozialpolitik von 2004 bis 2008 sowie deren Sprecher von 2008 bis 2012
  • Mitorganisator des 34. DGS-Kongresses 2008 in Jena
  • Mitglied der Ausschüsse Beschäftigungsbedingungen Mittelbau, CHE-Ranking und andere
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Soziologie und Öffentlichkeit
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Der Mythos der Werturteilsfreiheit und die gesellschaftliche Indifferenz der Soziologie
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Prof. Dr. Kathrin Leuze

  • Professorin für Methoden der empirischen Sozialforschung und Sozialstrukturanalyse am Institut für Soziologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziologische Lebenslaufforschung mit den Schwerpunkten Hochschulbildung, Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, soziale Ungleichheit, Geschlechterungleichheit
  • DGS-Mitglied seit dem 05.04.2019
  • Mitglied der Sektion Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Ausgewogene Repräsentation pluraler Perspektiven in der DGS; Planbarkeit und Verstetigung von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen in der Wissenschaft; Förderung des Dialogs zwischen unterschiedlichen methodologischen und methodischen Perspektiven
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Soziologische Erforschung der gesellschaftlichen Konsequenzen der Corona-Pandemie; Gesellschaftliche Vermittlung wissenschaftlicher und soziologischer Erkenntnisse; Unabhängigkeit der Wissenschaft von politischen und wirtschaftlichen Interessen
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Prof. Dr. Henning Lohmann

  • Professor für Soziologie, insb. Methoden der empirischen Sozialforschung
  • Arbeitsschwerpunkte: Armuts- und Ungleichheitsforschung in wohlfahrtsstaatlich vergleichender Perspektive
  • DGS-Mitglied seit dem 19.04.2008
  • Mitglied der Sektionen Methoden der empirischen Sozialforschung, Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Die DGS sollte ein Ort sein für die produktive Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen einer weitgefächerten Soziologie.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Da mir die Überschrift ›Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen‹ doch etwas weit erscheint, hier nur drei Punkte: Lehre in Zeiten ›nach‹ Corona (zukünftiges Verhältnis von Präsenz und digital), Verfügbarkeit von ›big data‹ und Rolle sozialwissenschaftlicher Datenerhebung, Selbstverständnis der Soziologie.
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Prof. Dr. Steffen Mau

  • Hochschullehrer an der Humboldt-Universität zu Berlin
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziale Ungleichheit
  • DGS-Mitglied seit dem 22.03.2004
  • Mitglied der Sektionen Sozialstruktur, Sozialpolitik, Soziale Indikatoren
  • Vorstandsmitglied der Sektion Sozialstruktur von 2011 bis 2014
  • Mitglied des Konzils der DGS von 2013 bis 2019
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Wissenschaftlicher Nachwuchs, Internationalisierung, Professionalisierung des Fachs, methodische und theoretische Pluralität
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Die weitere Professionalisierung der Soziologie in einem nicht immer einfachen wissenschaftspolitischen Umfeld, die Offenheit für neue Themen (u.a. Digitalisierung, globale Perspektiven), wissenschaftliche Nachwuchsförderung
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Prof. Dr. Lars Meier

  • Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Soziale Ungleichheit am Institut für Soziologie der Goethe-Universität Frankfurt
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziale und räumliche Transformationen, kultursoziologisch inspirierte Soziologie sozialer Ungleichheiten, Stadt- und Raumsoziologie, Ethnographie
  • DGS-Mitglied seit dem 20.04.2012
  • Mitglied der Sektionen Stadt- und Regionalsoziologie, Wissenssoziologie, Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse
  • ausgezeichnet mit dem René-König-Lehrbuchpreis der DGS (2020) für das Lehrbuch ›Theoretische Positionen der Stadtsoziologie‹
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Verbesserung der Beschäftigungsverhältnisse von Mitarbeiter*innen in der Soziologie, Stärkung von sektionsübergreifenden Kooperationen, weitere Förderung der öffentlichen Soziologie und der Verankerung soziologischen Wissens in schulischen Curricula
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Eine soziologische Analyse und Interpretation aktueller gesellschaftlicher Kämpfe und Konflikte (z.B. Klimakrise, Rassismus, soziale Spaltungen und Ungleichheiten)
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Prof. Dr. Natascha Nisic

  • Professorin am Institut für Soziologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Arbeitsschwerpunkte: Arbeits-, Wirtschafts-, Familiensoziologie: insb. räumliche Mobilität im Haushaltskontext, bezahlte und unbezahlte Care-Arbeit, Soziologie der Dienstleistung; Quantitative Methoden der Sozialforschung; Soziale Ungleichheit
  • DGS-Mitglied seit dem 18.03.2016
  • Mitglied der Sektionen Familiensoziologie, Stadt- und Regionalsoziologie, Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse, Modellbildung und Simulation
  • Mit-Initiatorin der Arbeitsgruppe ›Räumliche Mobilität‹ in der Sektion Stadt- und Regionalsoziologie
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Adressieren der unten genannten Herausforderungen
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft: Glaubwürdigkeit der Wissenschaft (wieder-)herstellen, ohne dabei einem unterkomplexen Wissenschaftsbild Vorschub zu leisten; Aufrechterhaltung und Stärkung wissenschaftlicher Autonomie auf allen Ebenen
    Herausforderungen der Soziologie: Stärkere Präsenz und Sichtbarkeit im öffentlichen Diskurs, v.a. in genuin soziologischen Themenfeldern und gegenüber benachbarten Disziplinen; Steigerung der Attraktivität des Soziologie-Studiums
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Prof. Dr. Joachim Renn

  • Inhaber der Professur Theoriebildung – Schwerpunkt soziale Kohäsion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
  • Arbeitsschwerpunkte: Differenzierungs- bzw. Gesellschaftstheorie, Wissenssoziologie; Organisations- und Milieuforschung in historischer Perspektive (Preußen) und in aktuellen Feldern (Flucht/Migration, Erbengemeinschaften,…); soziologische Evolutionstheorie; qualitative Methoden mit makrosoziologischer Reichweite
  • DGS-Mitglied seit dem 25.01.2013
  • Mitglied der Sektionen Wissenssoziologie, Soziologische Theorie, Kultursoziologie
  • Vorstandsmitglied der Sektion Soziologische Theorie von 2014 bis 2018
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Besondere Herausforderung der Soziologie: die Grenzen des Fachs (die kognitive methodisch-analytische Autonomie) gegenüber außerwissenschaftlichen (z.B. journalistischen) und diffus-sozialwissenschaftlichen Diskursen bzw. kommunikativen Gattungen erhalten, wenn nicht sogar verteidigen (um Toleranz für den fachkonstitutiven Wert einer Kunstsprache, spezialisierter Terminologie und Argumentationsform werben, jenseits des alten Verdachts, die Soziologie erschöpfe sich in Jargon)
    Spezielle Herausforderungen: Überwindung schismatischer Tendenzen (Methoden-Dualismus, Akademie etc.), und: gegen die Abschaffung des Schulfachs Soziologie eintreten.
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Prof. Dr. Gabriele Rosenthal

  • Professorin für Qualitative Methoden am Methodenzentrum Sozialwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen
  • Arbeitsschwerpunkte: Methodische Schwerpunkte im Bereich der qualitativen Methoden, der Biographie- und Generationenforschung, aber auch die Themenfelder Migration, Ethnizität, sozio-politische Konflikte, kollektive Gewalt und kollektive Traumabearbeitung - insbesondere in Regionen des Globalen Südens (Naher Osten, Nordafrika, Ghana, Uganda und Brasilien)
  • DGS-Mitglied seit dem 15.04.1988
  • Mitglied der Sektionen Biographieforschung, Methoden der qualitativen Sozialforschung, Migration und ethnische Minderheiten, Wissenssoziologie
  • Mitglied des Vorstands der DGS seit 2019
  • Mitglied des Konzils der DGS von 2005 bis 2012, sowie von 2017 bis 2019
  • seit 2003 Mitglied im erweiterten Vorstand der Sektion Biographieforschung in der DGS
  • Mitglied der Arbeitsgruppe (aus der AG Qualitative Methoden): Methodenausbildung in der Soziologie zur Erarbeitung eines Curriculums zur integrierten Methodenausbildung von 2001 bis 2003
  • Sprecherin der Sektion Biographieforschung in der DGS von 1999 bis 2003 sowie deren stellvertretende Sprecherin von 1995 bis 1999
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Die Förderung der Diskussion zwischen SoziologInnen aller theoretischer und methodischer Ausrichtungen; Stärkung des interdisziplinären Austauschs; Stärkung von internationalen Kooperationen; Die gezielte Etablierung von Kooperationen mit KollegInnen, Fachbereichen und Fachgesellschaften in Ländern des Globalen Südens
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Die generellen Herausforderungen, die sich für uns SoziologInnen m.E. stellen sind: Wie werden wir in der soziologischen Forschung den aktuellen gesellschaftlichen, sozial- und gesundheitspolitischen Problemen gerecht und wie gelingt es uns, die immer noch vorherrschende eurozentrische Perspektive auf die Welt sowohl theoretisch als auch empirisch zu überwinden?
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Prof. Dr. Larissa Schindler

  • Professorin für Methoden der Empirischen Sozialforschung an der Universität Bayreuth
  • Arbeitsschwerpunkte: Mobilität, Sport, Körper, Wissen, Praktiken empirischen Forschens, Praxistheorien
  • DGS-Mitglied seit dem 23.05.2014
  • Mitglied der Sektionen Wissenssoziologie, Soziologie des Körpers und des Sports, Methoden der qualitativen Sozialforschung
  • Vorstandsmitglied der DGS seit 2019
  • Mitglied des DGS-Konzils von 2017 bis 2019
  • Vorstandsmitglied der Sektion Methoden der qualitativen Sozialforschungseit 2018
  • Vorstandsmitglied der Sektion Soziologie des Körpers und des Sports von 2012 bis 2018
  • Mitglied der Satzungskommission 2017
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Meine zentralen Interessen im Rahmen der DGS betreffen Arbeitsbedingungen von Soziolog/innen, die Kommunikation zwischen Sektionen und Konzil (bzw. DGS-Vorstand), die Sichtbarkeit der Soziologie in öffentlichen Debatten sowie das Verhältnis inner- und außeruniversitär forschender Soziolog/innen.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Aktuell sind gerade auch die Wissenschaften durch verschiedene Entwicklungen rund um die Pandemie herausgefordert. Das betrifft zu einen die Beschleunigung von Digitalisierungsprozessen im Rahmen der Lehre oder von Konferenzen. Zum anderen aber auch den Alltag von Forscher/innen und damit zusammenhängend gerade auch Fragen der Beschäftigungsverhältnisse. Für die Soziologie entstehen dadurch besondere Herausforderungen, weil sich nicht nur das soziale Leben in vielerlei Hinsicht verändert, sondern (damit verbunden) auch die Möglichkeiten für empirische Forschung. Gleichzeitig sollten vor diesem Hintergrund längerfristige Thematiken (etwa Diskussionen um Rankings oder um die Frage von Datenarchiven) nicht vergessen werden.
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Prof. Dr. Bernt Schnettler

  • Inhaber des Lehrstuhls für Kultur- und Religionssoziologie an der Universität Bayreuth
  • Arbeitsschwerpunkte: Wissens-, Kultur- und Religionssoziologie; Soziologische Theorie; Qualitative Methoden (insbesondere Videographie); Visuelle Soziologie; Soziologiegeschichte und Klassiker
  • DGS-Mitglied seit dem 19.06.2000
  • Mitglied der Sektionen Wissenssoziologie, Religionssoziologie, Methoden der qualitativen Sozialforschung
  • Vorstandsmitglied der Sektion Wissenssoziologie seit 2005
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Allgemein: Meinen Beitrag dazu leisten, die Soziologie als ernstzunehmende – aber keineswegs humorlose – Disziplin weiterzuentwickeln. Konkret: Internationale Perspektiven zu erweitern und Zusammenarbeit zu fördern, insbesondere mit spanischsprachigen Gesellschaften.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Es zählt zu den fortwährenden Herausforderungen, dass Wissenschaft ihre Eigenständigkeit gegenüber Politik und Wirtschaft verteidigen muss. Als Disziplin mit einer vergleichsweisen jungen Geschichte hat sich die Soziologie im Kreis der Wissenschaften etabliert, ist in den letzten Jahren aber verstärkt unter Druck geraten. Soziologie muss sich derzeit – sogar im Konzert der Sozialwissenschaften – neu behaupten.
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Prof. Dr. Silke Steets

  • Professorin für Soziologische Theorie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziologische Theorie, Geschichte und Aktualität der Wissenssoziologie, Religionssoziologie, Architektursoziologie, Stadt- und Raumsoziologie, Qualitative Methoden
  • DGS-Mitglied seit dem 13.06.2008
  • Mitglied der Sektionen Wissenssoziologie, Kultursoziologie, Religionssoziologie, Stadt- und Regionalsoziologie
  • Stellvertretende Sprecherin der Sektion Stadt- und Regionalsoziologie von 2011 bis 2015
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Ich möchte mich für eine Verbesserung der Situation des wissenschaftlichen Mittelbaus einsetzen und an der Entwicklung planbarer Karriereperspektiven mitwirken.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Aus meiner Sicht gibt es zwei aktuelle Herausforderungen unseres Faches: Zum einen ist dies die (durchaus erfreuliche) gestiegene Nachfrage der Öffentlichkeit nach soziologischen Deutungen der Krisen, die die Entwicklung kluger Antwortformate erforderlich macht, und zum anderen beschäftigt mich die Gestaltung der soziologischen Intradisziplinarität. Hier wünsche ich mir ein Mehr an anstrengendem Streit, also an Streit, der den fachlichen Dissens sucht, benennt und bearbeitet und die Position der Gegenüber ernst nimmt.
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Prof. Dr. Annette Treibel (Wiederwahl)

  • Professorin für Soziologie am Institut für Transdisziplinäre Sozialwissenschaft der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe
  • Arbeitsschwerpunkte: Migration und ethnische Minderheiten; Frauen- und Geschlechterforschung; Soziologische Theorien
  • DGS-Mitglied seit dem 15.06.1988
  • Mitglied des Konzils der DGS von 2005 bis 2013 und seit 2017
  • Sprecherin der DGS-Sektion Migration und ethnische Minderheiten von 2011 bis 2015
  • Mitglied des Ausschusses Soziologie in Schule und Lehre
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Die DGS als Ort von Austausch und Diskurs für Forschende, Lehrende und Studierende lebendig halten.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Ich sehe zwei zentrale Herausforderungen der Soziologie: erstens den fachinternen Pluralismus zu stärken und zweitens Konzepte für den Transfer soziologischer Befunde und Reflexionen in verschiedene Öffentlichkeiten zu entwickeln.
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Prof. Dr. Elisabeth Tuider

  • Professorin am Fachbereich Gesellschaftswissenschaften, Fachgebiet: Soziologie der Diversität, der Universität Kassel
  • Arbeitsschwerpunkte: Migrations- und Geschlechterforschung, postcolonial- and cultural-studies, Interpretative Methoden (empirische Subjektivierungsforschung), Soziale Bewegungen in Lateinamerika, Jugendforschung, Sexualisierte Gewaltforschung
  • DGS-Mitglied seit dem 07.06.2004
  • Mitglied der Sektionen: Biographieforschung, Frauen- und Geschlechterforschung, Migration und ethnische Minderheiten
  • 1.Sprecherin der Sektion Biographieforschung von 2015 bis 2017
  • Stellvertretende Sprecherin der Sektion Biographieforschung von 2011 bis 2015
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Public Sociology; (weitere) Internationalisierung und Dekolonialisierung der Soziologie; Antirassismus und Postmigrationsgesellschaft; Reflexive, theoretische und empirische Geschlechterforschung
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Die große Nachfrage und Bedeutung der Soziologie in Corona Zeiten, aber auch Post-Corona Zeiten; Forschung und Lehre unter Pandemie Bedingungen v.a. im Bereich der Interpretativen Methoden; Machtkritische wissenschaftliche Begleitung gesellschaftlicher Veränderungen, u.a. im Themenfeld von Rassismus, Sexismus und hate speech
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Dr. Dr. Peter Ullrich (Wiederwahl)

  • Senior Researcher im Bereich ›Soziale Bewegungen, Technik, Konflikte‹ am Zentrum Technik und Gesellschaft der TU Berlin; Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung (auch TU Berlin) und im Institut für Protest- und Bewegungsforschung; sequenzieller Drittmittelscheinselbständiger; Referent im Studienwerk der Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • Arbeitsschwerpunkte: Protestforschung (kultur-, diskurs- und gouvernementalitätstheoretische Perspektiven, Protest Policing); Polizeiforschung & Surveillance Studies; Wissenssoziologie des Antisemitismus und der Kommunikation über Antisemitismus; Akademischer Kapitalismus, Kritik und Organisierung
  • DGS-Mitglied seit dem 19.04.2008
  • Mitglied der Sektionen Wissenschafts- und Technikforschung, Soziale Probleme und Soziale Kontrolle, Politische Soziologie
  • Mitglied des DGS-Konzils seit 2019
  • Kommission ›Mittelbaupräsenz‹ (seit 2020)
  • Satzungskommission (beratend, 2017)
  • Ausschuss ›Mittelbau in der DGS / Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft‹ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (stellvertretendes Mitglied, 2015-2017)
  • ›Initiative für Gute Arbeit in der Wissenschaft in der DGS‹ (a.k.a. ›Mittelbauinitiative‹), Organisation Mittelbauversammlungen (seit 2014)
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: ›Verbands‹politisch: Verbesserung der Sichtbarkeit und Beteiligung wichtiger, in den Gremien unterrepräsentierter Mitgliedergruppen (insbesondere Mittelbau und Studierende) in den Gremien der DGS – am besten durch Quoten für Vorstand und Konzil; Stärkung der innerverbandlichen Öffentlichkeit und Debatte für fach- und berufspolitische Themen (Repräsentation, Beschäftigungsbedingungen, Ratings, Public Sociology), Unterstützung neuer Foren & Formate dafür (Sociohub u.ä.); Ausbau der (wissenschafts-)politischen Positionierungen der DGS, wie in der jüngeren Vergangenheit immer mal wieder erfolgt (CHE-Ranking, Türkei, Beschäftigungsbedingungen u.a.)
    Wissenschaftlich: Stärkung des Austauschs zwischen der (allgemeinen) Soziologie und ›kleinen‹, teil-ausdifferenzierten Fächern wie meinen eigenen Forschungsgebieten der Antisemitismusforschung, Protestforschung und Polizeiforschung (wie z.B. in der neuen AG Antisemitismus); Einsatz für eine multiparadigmatische, multiperspektivische (inklusive kritische) Soziologie in öffentlicher Verantwortung
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Bedrohung der Wissenschaft(sfreiheit) durch rechtsautoritäre Entwicklungen, aber auch durch die Ökonomisierung, Prekarisierung der Beschäftigung, Projektifizierung der Audit-Universität, in der Konkurrenz die Kritik ersetzt; Notwendigkeit der Demokratisierung der Hochschulen (Aufbau von Departmentstrukturen, Abbau feudaler Abhängigkeiten/Lehrstuhlsystem, Abbau von Diskriminierung); Daraus folgt eine Rolle der Soziologie auch für Zeitdiagnosen und Kritik der Gesellschaft und zur Analyse & Reflexion ihrer eigenen Existenzgrundlagen
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Prof. Dr. Roland Verwiebe

  • Professor für Sozialstrukturanalyse und soziale Ungleichheit an der Universität Potsdam
  • Arbeitsschwerpunkte: Ungleichheit, Migration, Arbeitsmarkt, Einstellungs- und Wertewandel, Digitalisierung
  • DGS-Mitglied seit dem 29.11.2007
  • Mitglied der Sektion Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Einheit des Faches stärken und Differenzen in der Sache produktiv machen.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Ich wünsche mir für die die Soziologie, dass sie sich stärker als bisher in die Beforschung von Zukunftsthemen (Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Klimaschutz, gesellschaftlicher Zusammenhalt) einbringt.
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Prof. Dr. Georg Vobruba (Wiederwahl)

  • Professor em. am Institut für Soziologie der Universität Leipzig
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziologie sozialer Sicherheit; Europasoziologie; soziologische Gesellschaftstheorie
  • DGS-Mitglied seit dem 18.12.2000
  • Mitglied der Sektionen Sozialpolitik, Europasoziologie
  • Vorstandsmitglied der DGS von 2003 bis 2005 und 2007 bis 2017
  • Mitglied des Konzils der DGS seit 2013
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Sicherung und Ausbau der Position der Soziologie in der Gesellschaft
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Als wissenssoziologische, methodologische und alltagspraktische Aufgabe: die angemessene Verbindung zwischen objektiver Realität und Realität als Konstrukt zu finden
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Dr. Ute Volkmann

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsgebiet Soziologische Theorien am Institut für Soziologie und in der Arbeitsgruppe Soziologische Theorie, gesellschaftliche Differenzierung und Governance-Regimes am SOCIUM Forschungszentrum Ungleichheit und Sozialpolitik an der Universität Bremen
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziologische Gesellschaftstheorien und Zeitdiagnosen; Wirtschaftssoziologie, insbesondere Prozesse gesellschaftlicher Ökonomisierung; Mediensoziologie mit Fokus auf Journalismus und Wissenschaftsverlage; Gesellschaftliche Differenzierungsdynamiken im Zusammenhang mit Ökonomisierung und dem Wandel von Publikumsrollen
  • Mitglied der DGS seit dem 29.03.2006
  • Mitglied der Sektionen Medien- und Kommunikationssoziologie, Wirtschaftssoziologie
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Ich verstehe Soziologie als (gesellschafts-)theoretisch angeleitete empirische Wissenschaft im Dienste der Aufklärung der Gesellschaft über die ihr zugrundeliegenden Strukturen und Strukturdynamiken. Theorie um ihrer selbst willen lehne ich ebenso ab wie bloße ›Fliegenbeinzählerei‹. Neben dem Eintreten für eine Stärkung von Public Sociology halte ich es zudem für geboten, das Nebeneinander der in den Sektionen geführten bereichsspezifischen Diskurse über eine Rückbindung an die Gesellschaftsebene in einen allgemeinen soziologischen Diskurs zu überführen. Beides könnte dazu beitragen, die Soziologie fachintern und gesellschaftlich als Disziplin zu stärken.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Wissenschaftsfreiheit im Sinne einer disziplinären Autonomie hinsichtlich der Art und Weise, den wissenschaftlichen Erkenntnisprozess voranzutreiben:
    Es wird Zeit, wissenschaftsintern Bilanz zu ziehen über Effekte aus zwei miteinander verknüpften Strukturdynamiken: zum einen der kennziffergetriebenen ›blinden Jagd‹ nach Drittmitteln und high-impact-Publikationsmöglichkeiten auf 1) den wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt, 2) auf die beruflichen Perspektiven des wissenschaftlichen Nachwuchses und 3) auf die Arbeitsbedingungen von WissenschaftlerInnen; zum anderen aus der durch die DEAL-Abschlüsse keineswegs gebrochenen Monopolstellung internationaler Verlagskonzerne, die über ihre digitalen Plattformen immer umfassendere Daten zur wissenschaftlichen ›Leistungs‹-Messung generieren. Insbesondere die Soziologie sollte zu diesen Prozessen eine Position entwicklen, weil sie wie alle Geistes- und Sozialwissenschaften nicht wie die diesbezüglich normgebenden STM-Disziplinen ›funktioniert‹ und weil sie über brauchbare analytische Werkzeuge verfügt, um auch mit fachlicher Expertise ›Aufklärung‹ leisten zu können.
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Dr. Victoria von Groddeck

  • Akademische Rätin (auf Zeit) am Institut für Soziologie der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Arbeitsschwerpunkte: Organisationssoziologie, Soziologische Theorie, Wissens- und Kultursoziologie, empirische Forschung
  • DGS-Mitglied seit dem 01.07.2010
  • Mitglied der Sektionen Organisationssoziologie, Wissenssoziologie
  • Mitglied des Vorstands der Sektion Organisationssoziologie von 2010 bis 2018 und deren Sprecherin von 2014 bis 2018
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Theorieentwicklung und empirische Forschungsbereiche in intensiveren Kontakt mit einander bringen, Soziologie als ein multiparadigmatisches Fach positionieren und die darin liegenden Stärken vermitteln, Vereinbarkeit von Familie / Care und Wissenschaftskariere, Beschäftigungsverhältnisse im Mittelbau/ Karriere - Verläufe
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Mir geht es grundsätzlich angesichts des Fokus der Wissenschaftsförderung auf technische und naturwissenschaftliche Innovationen, um die Sichtbarmachung der Leistungsfähigkeit und Bedeutung soziologischer Forschung. Leistungsfähigkeit und Bedeutung liegen u.a. in ihrer pluralistischen Verfasstheit. Dies muss sowohl nach innen als nach außen besser vermittelt werden.
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