Call for Papers

Demokratie unter Druck

Deadline: 15. Januar 2022

IDZ – Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft
Band 12 der Schriftenreihe Wissen schafft Demokratie

Seit geraumer Zeit vergiften Abwertung und Hass den demokratischen Diskurs, gefährden das friedliche Zusammenleben und gefährden das parlamentarische System von innen. Gehäuft werden zivilgesellschaftlich Engagierte, Politiker:innen, Journalist:innen, Aktivist:innen, Behörden-mitarbeitende sowie auch Wissenschaftler:innen und Ärzte angefeindet, bedroht und angegriffen – bis hin zu Sachbeschädigung oder physischer Gewalt gegen Personen. Diese Angriffe stehen symptomatisch für den Druck, mit dem nicht nur einzelne Demokrat:innen und Institutionen, sondern die Demokratie als Staats- und als Lebensform momentan konfrontiert sind.

Der 12. Band der IDZ-Schriftenreihe ›Wissen schafft Demokratie‹ (WsD) soll zusammentragen und reflektieren, in welchen Bereichen und in welcher Form Demokratie sowie ihre Vertreter:innen aktuell unter Druck geraten. Unter anderem soll folgenden Fragen nachgegangen werden: Welchen Anfeindungen, Bedrohungen und Angriffen sind demokratische Akteur:innen ausgesetzt? Was sind die Ursachen dafür? Wie können ehrenamtlich, neben- oder hauptberuflich Engagierte, gesellschaftliche Strukturen und Institutionen mit diesem Druck umgehen? Welche Präventions- und Schutzmaßnahmen gibt es – vor allem gegen Hass, Hetze und Gewalt

Interessierte Autor:innen aller Disziplinen sind eingeladen, wissenschaftliche Artikel sowie Praxis- und Recherchebeiträge insbesondere zu folgenden Themen einzureichen:

  • Anfeindungen und Angriffe gegen haupt- und ehrenamtliche Amts- und Mandatsträger:innen und politisch Engagierte
  • Anfeindungen und Angriffe gegen zivilgesellschaftlich Engagierte, z.B. im Bereich der Demokratieförderung
  • Hürden und Herausforderungen für politisches und zivilgesellschaftliches Engagement im ländlichen Raum
  • Medienfeindlichkeit, Angriffe auf Journalist:innen und Medien
  • Angriffe auf Aktivist:innen der Klimagerechtigkeitsbewegung
  • Wissenschaftsfeindlichkeit, Angriffe auf die Wissenschaft und ihre Vertreter:innen
  • Maßnahmen für Demokratie und Akzeptanz in Vereinen und Institutionen
  • Resilienz- und Lernprozesse
  • Schutz- und Präventionsmaßnahmen

Besonders gewünscht sind Beiträge, die sich auf Thüringen beziehen und die empirisch begründete Handlungsempfehlungen beinhalten.

Die Schriftenreihe richtet sich an Forschende und Praktiker:innen, daher wird ein auch für Nichtakademiker:innen verständlicher Schreibstil erwartet. Interessierte senden bitte bis spätestens 15. Januar 2022 ein Abstract im Umfang von max. zwei Seiten an wsd(at)idz-jena.de. Die Abstracts werden redaktionell gesichtet. Autor:innen ausgewählter Abstracts werden schnellstmöglich eingeladen, ein Manuskript (max. 20.000 Zeichen ohne Literaturverzeichnis) bis zum 31. Mai 2022 einzureichen. Diese werden anschließend begutachtet. Die positiv begutachteten Beiträge erscheinen voraussichtlich im vierten Quartal 2022.