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Carsten Klingemann, Peter-Ulrich Merz-Benz (Hg.): Jahrbuch für Soziologiegeschichte 2020

Wiesbaden: Springer VS 2021

Nur durch die Aufarbeitung ihrer Geschichte kommt die Soziologie zu sich selbst. Doch wie findet sie ihren Weg, was ist es, das ihren Blick lenkt? Soziologiegeschichte erfolgt aus zwei Per­spek­tiven: einer sozial- und einer ideengeschichtlichen.

Warum gibt es in der Moderne eine Wissenschaft Soziologie – eine Soziologie, die selbst eine Verkörperung funktional differenzierter sozialer, gesellschaftlicher und politischer Ordnungen darstellt?

Wodurch ist das soziologische Denken bestimmt? Inwieweit ist es eine Errungenschaft der Soziologie selbst – inwieweit stecken in ihm die Philosophie und allgemein die Geistesgeschichte?

Das sind die zentralen Fragen: Soziologiegeschichte als rekonstruktive Selbstvergewisserung der Soziologie.

Der Inhalt

  • ›Das Gesellschaftsganze – und der ,Geist›, der es erfüllt‹ (Alfred Webers Kultursoziologie, Karl Mannheims Soziologie des Geistes, der Totalitätsbegriff und seine Kritik, die ›Öffentliche Meinung‹ bei Elisabeth Noelle-Neumann),
  • das Verhältnis von ›Recht und Gesellschaft‹ (Hans Kelsen, Max Weber und die ›Freirechtsbewegung‹, Fritz Sanders ›Soziologie des Rechtes‹, Alexandre Kojève und das Universalrecht),
  • ›Soziologische Milieus – soziologische Karrieren‹ (die ›,Konstanzer Schule‹ der Neuen Wissenssoziologie‹, Lars Clausen und die NS-Soziologen, Hans Buske als Verleger von Ferdinand Tönnies),
  • Gerhard Schmidtchen (autobiographischer Essay, Interview, Vorlesungs-Kapitel zu Theodor W. Adorno).