Stellenmarkt

Wiss. Mitarbeit im Projekt ›Orte und Motive solidarischen Handelns in transnationalen Arbeitsbeziehungen (SOHA)‹

Bewerbungsschluss: 22. Januar 2021 (verlängert)

Am Institut Arbeit und Wirtschaft (iaw) der Universität Bremen wird für das Projekt ›Orte und Motive solidarischen Handelns in transnationalen Arbeitsbeziehungen (SOHA)gesucht: ein/e wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (Postdoc) (w/m/d) im Arbeitsbereich Politikwissenschaft oder Soziologie in Vollzeit mit der Entgeltgruppe E 13 TV-L

Die Einstellung soll zum nächstmöglichen Zeitpunkt stattfinden. Die Dauer der Beschäftigung ist befristet für die Projektlaufzeit bis 31. Dezember 2023.

Projektbeschreibung

Im geplanten Projekt SOHA wird der Zusammenhalt in Europa über die Interaktionsverhältnisse der unterschiedlichen Akteure der Arbeitswelt erforscht. Ziel ist es, solidarisches Handeln als verbindendes Element spezifischer Interaktionen zu beleuchten. Damit steht transnationale Solidarität in der Arbeitswelt als umfangreicher, wechselseitiger Problemlösungswille verschiedener europäischer und nationaler Akteure auf verschiedenen Handlungsebenen und in unterschiedlichen Regulierungs- bzw. Implementationskontexten im Fokus.

Schwerpunkt des zu bearbeitenden Teilprojektes ist die Interaktion von Verbänden in verschiedenen Branchen, um bestehende Koalitionen – aber auch Abgrenzungen – zwischen nationalen, sektoralen und transnationalen Akteuren innerhalb der jeweiligen Lager von Arbeitgeber*innen und Gewerkschaften, aber auch zwischen diesen zu identifizieren. Konkrete Forschungsfelder sind einerseits die Regulierung eines europäischen Mindestlohns und andererseits Kooperationen im Zusammenhang mit der Umsetzung der Entsenderichtlinie bzw. der Unterstützung mobiler, migrantischer Arbeitnehmer.

Aufgaben

  • Literaturrecherche und Definition des Solidaritätsbegriffs
  • Onlinebefragung und darauf basierende Netzwerkanalyse (z.B. mit Gephi) zu verbandlichen Aktivitäten in drei verschiedenen Branchen in den 20 größten EU-Mitgliedsländer
  • Führen von teilstandardisierten Interviews in Deutschland, Schweden, Spanien od. Frankreich sowie auf transnationaler Ebene
  • Vorbereitung und Koordination von Interviews in drei weiteren EU- Ländern
  • Auswertung aller Interviews (u.a. mit MAXQDA)
  • Mitarbeit an Projektpublikationen und Zuarbeit zu zahlreichen Transferaktivitäten

Voraussetzungen

  • Abgeschlossene Promotion in den Sozialwissenschaften
  • Fachwissen auf den Gebieten der (transnationalen) Arbeitsbeziehungen
  • Erfahrung mit quantitativen Methoden der Datenanalyse, insbesondere Netzwerkanalyse
  • Ausgewiesene Expertise in qualitativen Methoden
  • Neben der sehr guten Beherrschung der englischen Sprache sind Kenntnisse mindestens einer weiteren Sprache wie Französisch oder Spanisch (ersatzweise Bulgarisch oder Polnisch) erwünscht.
  • Teamfähigkeit und Kooperationsbereitschaft mit dem zweiten Teilprojekt 

Die Universität Bremen hat verschiedene Auszeichnungen wegen ihrer Diversitätspolitik und bietet eine familienfreundliche Arbeitsumgebung wie auch eine internationale Arbeitsatmosphäre.

Um Gleichstellung zwischen Männern und Frauen zu fördern, werden Frauen ermutigt sich auf die angebotene Stelle zu bewerben. Schwerbehinderten Bewerberinnen/Bewerbern wird bei im Wesentlichen gleicher fachlicher und persönlicher Eignung der Vorrang gegeben. Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund werden begrüßt.

Senden Sie Ihre Bewerbung (inklusive Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien etc.) mit der Kennziffer A311/20 bitte bis zum 22.01.2021 an

PD Dr. Irene Dingeldey, Direktorin des Institut Arbeit und Wirtschaft (iaw)
Universität Bremen, Wienerstraße 9, 28359 Bremen
oder elektronisch an PD Dr. Irene Dingeldey: dingeldey(at)uni-bremen.de.

Kosten für die Bewerbung und Präsentation können nicht übernommen werden.