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Wiss. Mitarbeit in dem Projekt ›Selber schuld… oder? Eine vergleichende, stadtsoziologische Erklärung von Wohnungslosigkeit im Wechselspiel individueller, institutioneller und struktureller Faktoren‹

Bewerbungsschluss: 5. Juli 2020

In dem Projekt „Selber schuld… oder? Eine vergleichende, stadtsoziologische Erklärung von Wohnungslosigkeit im Wechselspiel individueller, institutioneller und struktureller Faktoren" (finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft) am Institut für Soziologie, Lehrstuhl für Politische Soziologie und Sozialpolitik der Georg-August-Universität Göttingen ist zum 01.10.2020 die Stelle als Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (w/m/d) mit 65% der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit (zzt. 26 Stunden/Woche), befristet für die Dauer von 36 Monaten zu besetzen. Die Entgeltzahlung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TV-L.

Untersucht wird in diesem Projekt (https://www.uni-goettingen.de/de/625376.html) die Frage, warum Menschen in Deutschland trotz eines umfangreichen sozialpolitischen Angebots wohnungslos werden (und bleiben). Unter diesem Aspekt soll die soziologische Forschung zum Thema Wohnungslosigkeit theoretisch und methodologisch weiterentwickelt und empirisch mit neuen Daten angereichert werden.       
Im Vordergrund steht eine systematische Betrachtung der individuellen Handlungsmuster innerhalb lokal unterschiedlich aufgestellter Hilfesysteme und städtischer Strukturen im Zeitverlauf. Die Städte Göttingen, Kassel und Paderborn wurden als Fallbeispiele gewählt, da sie sich zwar in vielen für Wohnungslosigkeit relevanten Kriterien ähneln, aber dennoch in den lokalen Hilfesystemen in wichtigen Punkten grundlegend unterscheiden.

Ihre Aufgaben

  • Mitarbeit an der theoretischen und methodischen Konzeptionierung des Projekts
  • Mitwirkung bei der Durchführung, Kodierung und Interpretation der Expert*inneninterviews sowie der auf 18 Monate angelegten qualitativen Panelanalyse mit Betroffenen
  • Mitarbeit an gemeinsamen Publikationen und Präsentationen
  • Mitwirkung bei der Organisation wissenschaftlicher Workshops
  • Eigene wissenschaftliche Qualifikation mit dem Ziel der Promotion im Rahmen des Projektes

Ihr Profil

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium auf MA-Niveau im Fach Soziologie mit überdurchschnittlichem Studienabschluss
  • ausgeprägtes Forschungsinteresse hinsichtlich der Gebiete Sozialpolitik und soziale Ungleichheitsforschung
  • Erfahrung mit / Interesse an Theorien und Methoden qualitativer Sozialforschung
  • Bereitschaft, biographisch-narrative und Expert*inneninterviews in drei deutschen Städten durchzuführen
  • Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten, Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit in einem Projektteam, Organisationskompetenz und Innovationsbereitschaft
  • sehr gute Sprachkenntnisse in Deutsch und Englisch (Wort und Schrift)
  • Kenntnisse der Sprachen Rumänisch, Bulgarisch oder Polnisch sind von Vorteil

Die Universität Göttingen strebt in den Bereichen, in denen Frauen unterrepräsentiert sind, eine Erhöhung des Frauenanteils an und fordert daher qualifizierte Frauen nachdrücklich zur Bewerbung auf. Sie versteht sich zudem als familienfreundliche Hochschule und fördert die Vereinbarkeit von Wissenschaft/Beruf und Familie. Die Universität hat sich zum Ziel gesetzt, mehr schwerbehinderte Menschen zu beschäftigen. Bewerbungen Schwerbehinderter erhalten bei gleicher Qualifikation den Vorzug.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbung mit allen wichtigen Unterlagen bis zum 05.07.2020 ausschließlich über das Bewerbungsportal unterhttps://lotus2.gwdg.de/uni/uzdv/perso/knr_100696.nsf ein.

Für Rückfragen steht Ihnen Prof. Timo Weishaupt auch unter dieser Adresse zur Verfügung.

Hinweis

Wir weisen darauf hin, dass die Einreichung der Bewerbung eine datenschutzrechtliche Einwilligung in die Verarbeitung Ihrer Bewerberdaten durch uns darstellt. Näheres zur Rechtsgrundlage und Datenverwendung finden Sie unter https://www.uni-goettingen.de/hinweisdsgvo.