Ausschüsse

Aktuelles aus den Ausschüssen

Veranstaltungen des Ausschusses auf dem DGS-Kongress 2018

Auf dem DGS-Kongress ›Komplexe Dynamiken Globaler und Lokaler Entwicklungen‹ in Göttingen wird der Ausschuss in zwei Veranstaltungen am Dienstag, den 25.09.2018 vertreten sein.

Ad-Hoc-Gruppe - Soziologie für die Schule, Soziologie in der Schule (14:15 - 17:00)

  • Wie kommt die Soziologie in die LehrerInnenbildung? – Kasuistische Zugänge und (didaktische) Überlegungen. Doris Lindner (KPH Wien/Krems, Österreich)
  • Kritisch bleiben, praktisch werden? Überlegungen zur Verknüpfung von soziologischer Analyse, pädagogischer Praxis und Didaktik der Lehramtsausbildung, Kenneth Horvath (Universität Luzern, Schweiz)
  • ›Dürfen wir überhaupt soweit interpretieren?‹ Soziologisches Wissen im Schulunterricht, Stefan Müller (Justus-Liebig-Universität Gießen, Deutschland)
  • Kommentar, Sibylle Reinhardt (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Deutschland)

Sonderveranstaltung - Soziologie für Alle! (18:00 - 20:00)

Eine soziologisch informierte ›gesellschaftliche Bildung‹ über soziale Mechanismen, Prozesse und Zusammenhänge wird in schulischen Curricula seit längerem durch individuumszentrierte Lehrinhalte ersetzt, welche Schüler*innen als unternehmerische und konsumerische Subjekte, Rechtspersonen und Wahlbürger*innen adressieren. Die American Sociological Association hat deswegen Bildungsstandards entwickelt, die den Nutzen der Soziologie für junge Menschen und für die Gesellschaft verdeutlichen und öffentlich kommunizierbar machen. Diese Aktivitäten richten sich auf Lehrkräfte und Schüler*innen. Über gesellschaftliche Bildung sollen soziologische ›Laien‹ gesellschaftlich und politisch dialog- und partizipationsfähig werden.

Die Podiumsdiskussion adressiert die Fragen nach Sichtbarkeit und Relevanz der Soziologie mit Blick auf die schulische Bildung und die massenmediale Öffentlichkeit: Ist eine ›Soziologie für Alle‹ möglich und wünschenswert? Geht sie in public sociology auf? Kann sich Soziologie dann weiter aus Lehrer*innenbildung und Schule zurückziehen? Wie verhalten sich das ›Unbehagen an der Soziologie‹ (DIE ZEIT, Ausgabe 15, 2018) zur Präsenz soziologischer Diagnostik in Medien und politisch-organisatorischen Gestaltungsprozessen einerseits, zu ihrer scheinbaren Absenz im schulischen Kontext andererseits? Gibt es Spannungen zwischen dem Wissen über ›gesellschaftliche Strukturierung‹, den individuellen ›Freiheitsgraden‹ des Handelns, und Forderungen nach alltagstauglicher Kompetenzvermittlung? Wirkt die im Unterschied zu den ›praxisrelevanten‹ Wissensgebieten der Ökonomie, des Rechts und der politischen Beteiligung scheinbare oder tatsächliche Vielfalt und Uneindeutigkeit der Soziologien als Hemmnis für ihre schulische Präsenz? Mangelt es ›nur‹ an engagiertem Lobbyismus? Welche Angebote könnte eine ›Soziologie für Alle‹ umfassen? Wäre die Schule ein guter Ort für eine Offensive gesellschaftlicher Bildung?

Weitere Podiumsgäste: Heinz Bude (Kassel), André Kieserling (Bielefeld), Janna Teltemann (Hildesheim), Annette Treibel (Karlsruhe)

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