Ausschüsse

Aktuelles aus den Ausschüssen

Prekäre Soziologie

Bericht zur Veranstaltung: Soziologie als Beruf – zwischen gesellschaftlicher Relevanz und Prekarität, DGS Kongress, Bielefeld, 29.9.2022, 19–21 Uhr.

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Mindeststandards für die soziologische Bildung

An die Mitglieder der Kultusministerkonferenz sowie die Ministerinnen und Minister der Landesministerien für Schule und Bildung

Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn die Corona Krise eines hat offenbar werden lassen, dann wie wichtig ein vertieftes Verständnis sozialer, politischer und wirtschaftlicher Prozesse für die kompetente Teilhabe am politischen Gemein­wesen ist. Primäre Instanz für diese Bildungsprozesse ist die Schule. Vor diesem Hintergrund stellen wir mit Besorgnis fest, dass in den meisten Bundesländern die Bildungspläne für die verschiedenen Schulformen zwar – und mit gutem Grund – wirtschaftliche und politische Kompetenzen vorsehen und durch die entsprechende Ausgestaltung der gemeinschaftswissenschaftlichen Fächer fördern.

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Leistungskurs Soziologie in der gymnasialen Oberstufe in NRW

Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie macht vielfach die Erfahrung, dass junge Menschen sich sehr für gesellschaftliche Themen, Probleme und deren Lösung interessieren und nach Gelegen­hei­ten suchen, sich intensiver damit auseinanderzusetzen. Aus unserer Sicht bietet die Schule in Nordrhein-Westfalen bisher zu wenige Optionen für eine fachliche fundierte gesellschaftliche, also sozialwissenschaftlich-soziologische Bildung.

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Studienerfolg im Spannungsfeld von Wissenschaft und Gesellschaft: Was bedeutet ›erfolgreich abgeschlossen‹?

Deadline: 2. Mai 2022

Einladung zur Ad-hoc-Gruppe des Berufsverbands Deutscher Soziologinnen und Soziologen (BDS) und des DGS-Ausschusses ›Soziologie als Beruf‹
41. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie an der Universität Bielefeld

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Stellungnahme zur geplanten Änderung der Lehramtszugangsverordnung in Nordrhein‐Westfalen

Gemeinsame Stellungnahme der Verantwortlichen der soziologischen Institute bzw. Abteilungen sämtlicher universitären Standorte in NRW mit sozialwissenschaftlicher Lehramtsausbildung, namentlich die Universität Bielefeld, die Ruhr-Universität Bochum, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, die Technische Universität Dortmund, die Universität Duisburg-Essen, die Universität zu Köln, die Westfälische Wilhelms-Universität Münster, die Universität Siegen und die Bergische Universität Wuppertal, des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Soziologie mit der Vorsitzenden Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink und des Ständigen Ausschusses Soziologie in Schule und Lehre der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

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Kritik an der Marginalisierung von Soziologie im Lehramtsstudium für sozialwissenschaftliche Schulfächer in Nordrhein-Westfalen

Stellungnahme der DGS zum Änderungsentwurf zur Lehramtszugangsverordnung in Nordrhein-Westfalen

Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen will das Studienfach Sozialwissenschaften (Politikwissenschaft, Soziologie, Wirtschaftswissenschaft) für das Lehramt abschaffen und durch das Studienfach Wirtschaft-Politik ersetzen. Das sieht eine Änderung der Lehramtszugangsverordnung (LZV) vor. Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie kritisiert dieses Vorhaben, weil es die Fachkompetenz der Lehrkräfte durch eine Marginalisierung der Soziologie im Studium deutlich verschlechtern würde. Darüber hinaus ignoriert die geplante Änderung die Anforderungen an das Lehramtsstudium, die sich zwingend aus den neuen Kernlehrplänen und ihren Inhaltsfeldern und Kompetenzerwartungen ergeben.

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Mitarbeit im Ausschuss ›Soziologie in Schule und Lehre‹

Interessierte, die sich an der Arbeit des DGS-Ausschusses "Soziologie in Schule und Lehre" beteiligen möchten, werden gebeten, ein kurzes Motivationsschreiben an die Ausschussvorsitzende Gabriele Rosenthal zu senden.

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Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) zu Beschäftigungsverhältnissen in der Wissenschaft

Mai 2020

Gesellschaftliche Dynamiken machen vor der Wissenschaft nicht halt. In den letzten Jahrzehnten haben staatliche (De-)Regulierungen, Aktivierungspolitiken und neue Formen von ›governance‹ sowie eine zunehmende Ökonomisierung die Bildung im Allgemeinen und die Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen im Besonderen geprägt. Im Sinne eines ›akademischen Kapitalismus‹ (Münch) verschärft sich der Wettbewerb um Forschungsgelder und Stellen bei gleichzeitiger Unterfinanzierung der Hochschulen fortwährend.

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Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie im Rahmen des Verbändebeteiligungsverfahrens für neue Kernlehrpläne an Haupt-, Real-, Gesamt- und Sekundarschulen in Nordrhein-Westfalen

Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie hat die Entwürfe der Kernlehrpläne gesichtet und nimmt wie folgt Stellung:

Angesichts immer komplexer werdender gesellschaftlicher Verflechtungen im lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Vergleich ist es aus Sicht der DGS dringend erforderlich, dass die Lehrerinnen und Lehrer in der Aus-, Fort- und Weiterbildung systematisch Kompetenzen zur Analyse von Strukturmerkmalen moderner Gesellschaften erwerben. Nur dann kann es gelingen, dass Schülerinnen und Schüler die spezifischen Merkmale, Entwicklungslinien und Problemlagen moderner Gesellschaften angemessen erkennen, um sich selbstbestimmt und eigenverantwortlich in diesen Gesellschaften orientieren und diese mitgestalten zu können.

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Stefan Müller und Reiner Keller: Politische Bildung mit soziologischem Blick: Gesellschaft verstehen und gestalten

Frankfurt am Main: Wochenschau Verlag 2020

Trotz öffentlicher Bekenntnisse zur umfassenden politischen Bildung lässt sich in den schulischen Curricula eine starke Vereinseitigung ihrer Kerninhalte auf ökonomisches Wissen beobachten. Soziologische Fachinhalte dagegen werden marginalisiert, was u. a. deutliche Auswirkungen auf die Vorbereitung junger Menschen auf außerschulische politische Bildungszusammenhänge hat.

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