Neue Bücher

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Nina Leonhard, Oliver Dimbath (Hrsg.): Gewaltgedächtnisse. Analysen zur Präsenz vergangener Gewalt

Wiesbaden: Springer VS 2021

Gewalt hat stets eine Geschichte. Diese bezieht sich sowohl auf das, was vor einem Gewaltereignis geschehen ist, als auch darauf, was nach diesem Ereignis eintritt. Gedächtnissoziologisch gefasst, wirft dies Fragen nach den Verkettungen und Bahnungen von Gewalt im Verlauf der Zeit auf.

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Thorsten Benkel, Matthias Meitzler (Hrsg.): Wissenssoziologie des Todes

Weinheim: Beltz Juventa 2021

Sterben, Tod und Trauer sind keine substanziellen Leiberfahrungen oder anthropologisch vordefinierten Verhaltensmechanismen. Tatsächlich handelt es sich um Wissensbestände und darauf bezogene Praktiken, die als bloß vermeintliche ›Natur des Menschen‹ verinnerlicht werden.

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Melike Şahinol, Christopher Coenen, Raoul Motika (Hrsg.): Upgrades der Natur, künftige Körper. Interdisziplinäre und internationale Perspektiven

Wiesbaden: Springer VS 2020

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts verändert sich durch Entdeckungen und Entwicklungen in Feldern wie den Neurotechnologien und der Hirnforschung, der Gentechnik und synthetischen Biologie, der Prothetik und den Nanotechnologien auch unser Verständnis der Natur und des Menschseins.

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Doris Schweitzer: Juridische Soziologien. Recht und Gesellschaft von 1814 bis in die 1920er Jahre

Baden-Baden: Nomos 2021

Warum spielt für die entstehende Soziologie die Auseinandersetzung mit dem Recht eine zentrale Rolle? Und warum ist dies heute nicht mehr der Fall? Die genealogische Untersuchung zeigt, dass der Grund hierfür in den gegenseitigen Bezugnahmen von Privatrechtswissenschaft und Soziologie liegt. 

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Carsten Klingemann, Peter-Ulrich Merz-Benz (Hg.): Jahrbuch für Soziologiegeschichte 2020

Wiesbaden: Springer VS 2021

Nur durch die Aufarbeitung ihrer Geschichte kommt die Soziologie zu sich selbst. Doch wie findet sie ihren Weg, was ist es, das ihren Blick lenkt? Soziologiegeschichte erfolgt aus zwei Per­spek­tiven: einer sozial- und einer ideengeschichtlichen.

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Betina Hollstein, Rainer Greshoff, Uwe Schimank und Anja Weiß (Hg.): Special Issue Soziologische Revue 2020: Soziologie - Sociology in the German-Speaking World

Berlin: De Gruyter Oldenbourg 2021

This book provides the first systematic overview of the current state of sociology in German-speaking countries in the English language. Its thirty-four chapters review advances and current trends, relate them to the international discussion and point out challenges and perspectives for future research. As the variety of topics shows, the contributions to this volume span the entire range of sociological research areas that address pressing questions both theoretically and empirically.

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Frank A. Stengel: The Politics of Military Force. Antimilitarism, Ideational Change, and Post-Cold War German Security Discourse

Michigan Publishing 2021

The Politics of Military Force examines the dynamics of discursive change that made participation in military operations possible against the background of German antimilitarist culture. Once considered a strict taboo, so-called out-of-area operations have now become widely considered by German policymakers to be without alternative. 

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Alexander Bogner: Die Epistemisierung des Politischen. Wie die Macht des Wissens die Demokratie gefährdet

Stuttgart: Reclam 2021

Ob Impfdebatte, Corona- oder Klimakrise – viele politische Streitfragen werden heute als Wissenskonflikte verhandelt. Man beschäftigt sich immer weniger mit normativen Aspekten und individuellen Handlungsoptionen, sondern streitet um die überlegenen Erkenntnisse: Wer am genauesten mit den Ergebnissen der Wissenschaft übereinstimmt, so die implizite Annahme, der verfügt damit auch über Lösungen, die dann alternativlos sind.

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Stephan Lorenz (Hg.) In Gesellschaft Richard Sennetts. Perspektiven auf ein Lebenswerk

Bielefeld: transcript 2021

Richard Sennett bereichert seit Jahrzehnten als Soziologe und öffentlicher Intellektueller die gesellschaftlichen Zeitdiagnosen. Mit dem Buch ›Die offene Stadt‹ hat er seine Homo Faber-Trilogie abgeschlossen, die eine Selbstreflexion seines Schaffens widerspiegelt. Die Beiträger*innen werfen daher einen Blick zurück auf sein Werk und diskutieren dessen aktuelle Relevanz. 

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