Neue Bücher
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KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Volume 78, Issue 3
Wiesbaden: Springer VS 2026
How to explain social phenomena? How to conceptualize causality and draw valid causal inferences? How to incorporate history and culture into explanations? What about the relation to description, Verstehen, and prediction? These are enduring methodological questions in sociology that benefit from being revisited in light of new theoretical discussions, methodological innovations, and data sources. Recent developments, such as the rise of computational methods in data analysis or the ubiquity of experimental designs, have created new opportunities but also challenges that require reflection.
Jens Herold und Alexander Wierzock: Band 3,1 1893 – 1896: ›Ethische Cultur‹ und ihr Geleite – Fünfzehn Thesen über die Erneuerung des Familienlebens – Im Namen der Gerechtigkeit – L’évolution sociale en Allemagne · Schriften · Rezensionen
De Gruyter
Band 3,1 der Ferdinand Tönnies-Gesamtausgabe versammelt Monografien, Schriften und Rezensionen der Jahre 1893 bis 1896 – mit Ausnahme einer Thomas Hobbes-Biografie (1896), die separat als Teilband TG 3,2 erscheint. Im Zentrum dieses Zeitraums steht Ferdinand Tönnies‘ Engagement für die 1892 gegründete „Deutsche Gesellschaft für ethische Kultur".
Giacomo Bazzani, Andrea Maurer & Jasmin Siri: Sustainable Futures – Theorizing Sustainability
Weinheim: Beltz Juventa 2026
Das Special Issue ›Sustainable Futures – Theorizing Sustainability‹ zielt darauf ab, einen Beitrag zur soziologischen Theoriebildung im Bereich Nachhaltigkeit zu leisten. Die Beiträge befassen sich mit der Frage, welche Ansätze, welche Empirien und welche interdisziplinären Perspektiven für die Untersuchung des Phänomens hilfreich sind. In Einzelbeiträgen und zwei Interviews werden das Verhältnis von Theorie und Empirie sowie Fragen der Normativität des Gegenstandes und seiner Beforschung in den Blick genommen.
Peter Schulz und Diana Lindner: Soziologie des Wassers. Theoretische und empirische Perspektiven auf ein umkämpftes Gut
Bielefeld: transcript
Während Wasser unter dem Druck von Klimawandel, Energiewende und wasserintensiven Industrien politisch und ökonomisch an Brisanz gewinnt, bleibt es als Thema der deutschsprachigen Soziologie randständig. Die Beiträger*innen schließen diese Lücke und konturieren eine Soziologie des Wassers. Ausgehend von Wasser als hydrosozialer Tatsache versammeln sie sozialtheoretische ebenso wie empirische Perspektiven aus verschiedenen Teilbereichen der Soziologie und angrenzenden Fächern.
WSI-Mitteilungen: Jahrgang 79 (2026), Heft 4
Baden-Baden: Nomos Verlag 2026
Die WSI-Mitteilungen sind eine wissenschaftliche Fachzeitschrift mit politik- und praxisorientierter Ausrichtung. Sie informieren über neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Themenspektrum ›Arbeit - Wirtschaft - Soziales‹. Die Zeitschrift ist 1948 erstmals erschienen.
Sebastian Klimasch: Verschwörungssemantik zwischen Krise und Routine. Zur Wissenssoziologie der Debatten um die Corona-Pandemie
Leverkusen‑Opladen: Verlag Barbara Budrich
Sebastian Klimasch analysiert die Debatten um Verschwörungstheorien während der Corona-Pandemie als sozialen Prozess wechselseitiger Delegitimierung und sozialer Schließung. Aus phänomenologisch fundierter wissenssoziologischer Perspektive werden drei Schließungslogiken – Moralisierung, Pathologisierung und Dehumanisierung – typologisch unterschieden.
Soziale Welt: Jahrgang 77 (2026), Ausgabe 2
Baden-Baden: Nomos Verlag 2026
Die Soziale Welt ist eine der großen, auch im Ausland gelesenen Fachzeitschriften innerhalb der deutschen Soziologie. Sie bringt empirische und theoretische Arbeiten aus allen Bereichen des Faches und versucht auf diese Weise, die Entwicklung der Soziologie einerseits zu spiegeln und ihr andererseits auch neue Impulse zu geben.
Leviathan Heft 2, 2026 (54)
Baden-Baden: Nomos Verlag 2026
Die Zeitschrift Leviathan ist der Idee sozialwissenschaftlicher Aufklärung und Kritik verpflichtet. Sie veröffentlicht aktuelle Forschungsbeiträge und Debatten zu Themen aus Politik, Kultur, Wirtschaft, Philosophie, Recht und Gesellschaft. Sie richtet sich an eine breite Leserschaft aus Lehre und Forschung, Politik und Verwaltung, Publizistik und Medien. Im Zeichen eines methodologischen, disziplinären und politischen Pluralismus schlägt sie Brücken zwischen Theorie, Empirie und politischer Praxis.
Alexey Orlov: Depression – eine Frage der Autonomie. Gender-, klassen- und rassismussensible Perspektiven auf das Phänomen Depression
Wiesbaden: Springer VS 2026
Das Buch untersucht Depression als gesellschaftlich verankerte Erfahrung und rückt ihre Verbindung zu sozialen Ungleichheiten in den Mittelpunkt. Auf Grundlage von 25 biografisch-narrativen Interviews werden vier idealtypische Formen depressiven Erlebens rekonstruiert, die entlang zentraler Ungleichheitsachsen – Klasse, Geschlecht und Race – verlaufen.
Maria Funder & Nina Hossain: Die Macht der Emotionen. Arbeit, Geschlecht und Diversität in der spätmodernen Arbeitswelt
Baden-Baden: Nomos Verlag 2026
Wir leben in Zeiten der Polykrise, in denen Emotionen und Affekte – von Wut und Empörung bis hin zu Angst, Leidenschaft und Empathie – eine zentrale Rolle spielen. Sie prägen nicht nur private Beziehungen, sondern auch Politik, Hochschulen und Wirtschaft. Längst haben sie sich in die spätmoderne Arbeitswelt eingeschrieben und zu Emotionsregimen verdichtet, die Arbeitsstrukturen und Organisationskulturen nachhaltig mitbestimmen.
