Neue Bücher
Neue Bücher
Soziale Welt: Jahrgang 77 (2026), Ausgabe 2
Baden-Baden: Nomos Verlag 2026
Die Soziale Welt ist eine der großen, auch im Ausland gelesenen Fachzeitschriften innerhalb der deutschen Soziologie. Sie bringt empirische und theoretische Arbeiten aus allen Bereichen des Faches und versucht auf diese Weise, die Entwicklung der Soziologie einerseits zu spiegeln und ihr andererseits auch neue Impulse zu geben.
Leviathan Heft 2, 2026 (54)
Baden-Baden: Nomos Verlag 2026
Die Zeitschrift Leviathan ist der Idee sozialwissenschaftlicher Aufklärung und Kritik verpflichtet. Sie veröffentlicht aktuelle Forschungsbeiträge und Debatten zu Themen aus Politik, Kultur, Wirtschaft, Philosophie, Recht und Gesellschaft. Sie richtet sich an eine breite Leserschaft aus Lehre und Forschung, Politik und Verwaltung, Publizistik und Medien. Im Zeichen eines methodologischen, disziplinären und politischen Pluralismus schlägt sie Brücken zwischen Theorie, Empirie und politischer Praxis.
Alexey Orlov: Depression – eine Frage der Autonomie. Gender-, klassen- und rassismussensible Perspektiven auf das Phänomen Depression
Wiesbaden: Springer VS 2026
Das Buch untersucht Depression als gesellschaftlich verankerte Erfahrung und rückt ihre Verbindung zu sozialen Ungleichheiten in den Mittelpunkt. Auf Grundlage von 25 biografisch-narrativen Interviews werden vier idealtypische Formen depressiven Erlebens rekonstruiert, die entlang zentraler Ungleichheitsachsen – Klasse, Geschlecht und Race – verlaufen.
Maria Funder & Nina Hossain: Die Macht der Emotionen. Arbeit, Geschlecht und Diversität in der spätmodernen Arbeitswelt
Baden-Baden: Nomos Verlag 2026
Wir leben in Zeiten der Polykrise, in denen Emotionen und Affekte – von Wut und Empörung bis hin zu Angst, Leidenschaft und Empathie – eine zentrale Rolle spielen. Sie prägen nicht nur private Beziehungen, sondern auch Politik, Hochschulen und Wirtschaft. Längst haben sie sich in die spätmoderne Arbeitswelt eingeschrieben und zu Emotionsregimen verdichtet, die Arbeitsstrukturen und Organisationskulturen nachhaltig mitbestimmen.
Frank Sowa, Marisa Geiser-Krummenacher, Pauline Runge, Tom Neu, Anna Xymena Tissot, Nora Sellner, Athanasios Tsirikiotis: Fragile Behausungen
Weinheim: Beltz Juventa 2026
Multiple Krisen, allen voran der Mangel an leistbarem Wohnraum in urbanen Settings, die Inflation mit steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten bis hin zur COVID-19-Pandemie, dem Ukrainekrieg und dem Klimawandel, führen dazu, dass sich immer mehr Menschen in fragilen Behausungen befinden. Fragile Behausungen als gesellschaftlich hergestelltes Phänomen umfassen u. a. prekäre Wohnverhältnisse, informelle Unterstützungsnetzwerke und Obdach- und Wohnungslosigkeit.
Kieler sozialwissenschaftliche Revue. Internationales Tönnies Forum Heft 1, 2026 (4)
Leverkusen-Opladen: Verlag Barbara Budrich
Die internationale Zeitschrift veröffentlicht Beiträge zur wissenschaftlichen Diskussion in den Sozialwissenschaften. Ihr Profil gewinnt sie aus zwei thematischen Linien. Zum einen möchte sie über die engen disziplinären Grenzen des Faches Soziologie hinausgehen, sie fördert insbesondere den Austausch mit angrenzenden Disziplinen wie Kommunikationswissenschaft, Philosophie, Politikwissenschaft, Ethnologie und Rechtswissenschaft.
Katharina Hoppe & Ira Zöller: Geteilte Vulnerabilität
Freiburg: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
BEHEMOTH ist eine interdisziplinäre, sozial- und kulturwissenschaftliche Zeitschrift, die sich dem Prekärwerden von Ordnungen und dem Ringen um neue Ordnungen widmet. Es ist ein theoretisches und zeitdiagnostisches Projekt, das vor dem Hintergrund fundamentaler Krisen und Bedrohungen aktuelle Forschungsbeiträge veröffentlicht.
Jan-Felix Schrape: Digitale Transformation
Bielefeld: UTB/transcript 2026
Mit der fortschreitenden Digitalisierung gehen fundamentale gesellschaftliche Transformationsprozesse einher, die weit über eine bloße Rekonfiguration technischer oder wirtschaftlicher Verhältnisse hinausgehen. Jan-Felix Schrape ordnet die digitale Transformation in das langfristige Wechselverhältnis von Technik und Gesellschaft ein, gibt einen systematisierenden Überblick über Kerndynamiken dieses Strukturwandels und diskutiert damit verbundene Ambivalenzen aus techniksoziologischer Perspektive.
Forum: Qualitative Social Research, Vol. 27 No. 2 (2026)
Berlin: Freie Universität Berlin 2026
FQS is a peer-reviewed multilingual open-access journal for qualitative research, established in 2000 and published three times a year. We accept single contributions on topics and methods, important for qualitative research as well as contributions to the sections FQS Debates, FQS Interviews, FQS Reviews and FQS Conferences.
Andreas Ziemann: Lösungen und Probleme. Mediensoziologische Analysen
Weinheim: Beltz Juventa 2026
Medien ermöglichen, formen und verändern gesellschaftliche Prozesse. Sie zielen aus einer funktionalistischen Theorieperspektive auf die Lösung sozialer und kommunikativer Probleme und generieren fortlaufend neue Probleme. Die vorliegende Aufsatzsammlung widmet sich einem breiten Spektrum an Phänomenen und problemorientierten Analysen zu Medien, Technologien und Infrastrukturen im ersten Teil sowie zu Öffentlichkeit, Politik, Populismus und Medien im zweiten Teil.
