Neue Bücher
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Zeitschrift für erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung (ZeM) Jg. 4, Nr. 2-2025
Leverkusen‑Opladen: Verlag Barbara Budrich
Die Zeitschrift für erziehungswissenschaftliche Migrationsforschung (ZeM) bietet ein Forum für das ausdifferenzierte Feld interdisziplinär konstituierter erziehungswissenschaftlicher Migrationsforschung. Sie möchte zu einer stärkeren Sichtbarkeit und Weiterentwicklung einer Forschung beitragen, die sich mit Fragen von Erziehung und Bildung im Gegenstandsbereich Migration auseinandersetzt und ihre theoretischen wie methodischen Grundlagen sozialwissenschaftlich fundiert.
Oliver Römer & Alexander Wierzock: Wissensräume jenseits der Universität. Zur Konfiguration der Kultur- und Sozialwissenschaften im frühen 20. Jahrhundert
Göttingen: Wallstein
Wie lässt sich die Geschichte der Kultur- und Sozialwissenschaften schreiben, wenn man den Blick über die Universitäten hinaus weitet? In diesem Band wird nach außeruniversitären Räumen der Wissensproduktion gefragt, die in der Weimarer Republik Konjunktur hatten: Forschungskollegs, Reforminstitute, Genossenschaften, Stiftungen, Erkenntniskollektive und Lebensschulen.
Klaus Holz & Jan Weyand: Die Figur des Dritten. Zur Soziologie des Antisemitismus
Hamburg: Hamburger Edition
Unter Antisemitismus wird ein negatives Judenbild verstanden. Das ist sicher richtig, doch verkürzt es das Phänomen. Denn das abwertende Judenbild tritt nicht isoliert auf, sondern ist stets auf ein kollektives Selbstbild bezogen. Dabei handelt es sich nicht um den rassistischen Gegensatz von ›Eigenem‹ und ›Fremden‹. Vielmehr wird im antisemitischen Judenbild ein Dritter entworfen, der diesen Gegensatz unterläuft. Der ›Jude‹ verkörpert nicht wie der ›Fremde‹ eine andere ›minderwertige‹ Gemeinschaft, sondern das ›zersetzende‹ Gegenbild aller Gemeinschaft.
Halil Emre Ucar: Moscheegemeinden in der postmigrantischen Gesellschaft. Eine rekonstruktive Studie zu Milieus, Kulturerbe und kollektiven Orientierungen
Wiesbaden: Springer VS 2026
Wie verändern sich religiöse Traditionen, wenn sie in neuen gesellschaftlichen Kontexten gelebt werden? Dieses Buch bietet eine tiefgehende Analyse der Transformation von Kulturerbe in Moscheegemeinden in Deutschland – und zeigt, wie muslimische Gemeinschaften zwischen Tradition und Wandel ihre religiösen, kulturellen und sozialen Ausdrucksformen neu aushandeln.
Christoph Bitzl: Rassismus und prekäre Normalität(en). Eine Subjektivierungsanalyse der Selbstverhältnisse deutscher Muslim*innen
Wiesbaden: Springer VS 2026
Rassismus ist als gesellschaftspolitisch hoch wichtiges Handlungsfeld seit längerem Gegenstand öffentlicher und wissenschaftlicher Auseinandersetzungen. Christoph Bitzl entwirft einen wissenssoziologisch-diskurs-/dispositivanalytischen Zugang zum Thema Rassismus und untersucht in einer qualitativen Studie, welche Effekte Rassismus auf die Lebenswelt deutscher Muslim*innen zeitigt und welche Möglichkeiten sie haben, darüber zu sprechen.
Soziale Welt: Jahrgang 77 (2026), Ausgabe 1
Baden-Baden: Nomos Verlag 2026
Die Soziale Welt ist eine der großen, auch im Ausland gelesenen Fachzeitschriften innerhalb der deutschen Soziologie. Sie bringt empirische und theoretische Arbeiten aus allen Bereichen des Faches und versucht auf diese Weise, die Entwicklung der Soziologie einerseits zu spiegeln und ihr andererseits auch neue Impulse zu geben.
Dominik Gerst: Grenzwissen. Kategorisierungspraxis im deutsch-polnischen Sicherheitsfeld
Baden-Baden: Nomos Verlag 2026
Nationalstaatliche Grenzen stehen im Fokus politischer und öffentlicher Debatten. Doch wie werden Grenzen alltäglich relevant gemacht? Welches Wissen ist nötig, um die Grenze als eine soziale Tatsache wiederholt hervorzubringen? Das Buch entwickelt eine praxeologisch und diskursanalytisch informierte, soziologische Analyseperspektive, die bei der vermeintlichen Selbstverständlichkeit der Grenze ansetzt. Am Fall des deutsch-polnischen Sicherheitsfeldes wird die komplexe Kategorisierungspraxis detailliert analysiert, durch welche die Grenze kontinuierlich relevant gemacht wird.
WSI-Mitteilungen: Jahrgang 79 (2026), Heft 2
Baden-Baden: Nomos Verlag 2026
Die WSI-Mitteilungen sind eine wissenschaftliche Fachzeitschrift mit politik- und praxisorientierter Ausrichtung. Sie informieren über neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Themenspektrum ›Arbeit - Wirtschaft - Soziales‹. Die Zeitschrift ist 1948 erstmals erschienen.
Belina, Bernd Demirovic, Alex Heeg, Susanne Klauke, Sebastian Sablowski, Thomas Salih, Aisha: Multiple Krise und neue Konstellationen des Kapitalismus Elemente einer Bestandsaufnahme
Münster: Verlag Westfälisches Dampfboot
Die multiple Krise des Kapitalismus spitzt sich zu. Insbesondere die ökologische Krise hat längst Kipppunkte erreicht und bedroht das planetare Leben. Die Covid-19-Pandemie und die steigenden Lebenshaltungskosten haben die soziale Krise verschärft. Sozialräumliche und sozioökonomische Ungleichheiten wachsen im Weltmaßstab und innerhalb der Gesellschaften; immer mehr Menschen sind auf der Flucht. Die Krise der Demokratie offenbart die autoritären Gehalte des neoliberalen Regierungsprojekts, das keines der großen gesellschaftlichen Probleme gelöst hat.
Berliner Journal für Soziologie: Volume 35, Issue 3-4
Wiesbaden: Springer VS 2025
Berliner Journal für Soziologie (›Berlin Journal of Sociology‹), edited by the Institute of Sociology at the Friedrich Schiller University Jena and the Institute of Social Sciences at the Humboldt University Berlin, publishes double-blind peer-reviewed articles on classical and modern theoretical approaches, essays on current problem areas of sociological discourse, and research notes presenting new empirical findings.
