Neue Bücher

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Fabio Santos: Bridging Fluid Borders: Entanglements in the French-Brazilian Borderland

London: Routledge 2022

Interweaving rich ethnographic descriptions with an innovative theoretical approach, this book explores and unsettles conventional maps and understandings of Europe and the Americas. 

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André Armbruster, Cristina Besio (Hg.): Organisierte Moral. Zur Ambivalenz von Gut und Böse in Organisationen

Wiesbaden: Springer VS 2021

Der Band untersucht, inwieweit moralisch gutes oder schlechtes Handeln organisiert werden kann. Die Diskussion soziologischer Erklärungen des normativ Guten und Bösen in und von Organisationen beleuchtet den ambivalenten Zusammenhang von Moral und Organisation, da Organisationen sowohl für moralische Anliegen eintreten als auch moralisch-ethische Normen (teilweise sogar absichtlich) verletzen.

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Marquardsen, Kai (Hg.): Armutsforschung. Handbuch für Wissenschaft und Praxis

Baden-Baden: Nomos Verlag 2022

Die Wahrnehmung wachsender sozialer Unsicherheiten und Spaltungen lässt, nicht zuletzt aufgrund die Covid-19 Pandemie, Fragen von sozialer Ungleichheit und Armut wieder verstärkt in den Blick rücken. Das interdisziplinäre Handbuch geht auf diese neuen und alten Herausforderungen ein und nimmt zugleich eine kritische Einordnung und Interpretation aktueller Entwicklungen sowie Erscheinungsformen von Armut vor.

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Karl Acham, Stephan Moebius (Hg.): Soziologie der Zwischenkriegszeit. Ihre Hauptströmungen und zentralen Themen im deutschen Sprachraum, Band 1

Wiesbaden: Springer VS 2021

In den Bänden dieser Reihe werden erstmalig detailliert die wichtigsten Strömungen und Themen der ungemein fruchtbaren Periode der Soziologie der Zwischenkriegszeit im deutschen Sprachraum dargelegt. 

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Cordula Kropp,  Marco Sonnberger: Umweltsoziologie

Baden-Baden: Nomos 2021

Welche Rolle spielen Denk- und Konsummuster, Innovationen und Infrastrukturen sowohl für die Entstehung von Umweltproblemen als auch für den gesellschaftlichen Umgang mit ihnen? Wie unterscheiden sich Umwelteinstellungen und Risikowahrnehmungen zwischen gesellschaftlichen Gruppen?

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Norbert Schröer, Oliver Bidlo, Verena Keysers, Michael Roslon (Hg.): Facetten der Kommunikationsmacht. Stellungnahmen, Illustrationen, Anregungen

Weinheim: Beltz Juventa 2021

Jo Reichertz hat mit seiner Schrift ›Kommunikationsmacht‹ den Fokus der Kommunikationstheorie von ›Verstehen‹ auf ›Macht‹ umgestellt und so einen Beitrag zur Fundierung des Kommunikativen Konstruktivismus geleistet. Die gesellschaftliche Praxis der Kommunikation rückt bei ihm in den Vordergrund, und im Zentrum steht die Frage, warum kommunikatives Handeln alltäglich auch ohne Gewalt und Herrschaft Macht entfalten kann.

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Silke Gülker, Uta Karstein, Ringo Rösener, Jan Beuerbach (Hg.): Covid-19: Sinn in der Krise. Kulturwissenschaftliche Analysen der Corona-Pandemie

Berlin: de Gruyter 2021

Die Covid-19-Pandemie stellt Gewohnheiten und Sinnzusammenhänge der alltäglichen Lebenswelt vielfältig in Frage. Ordnungen von Solidarität und Vulnerabilität, Körper und Raum, Alltag und Ausnahme, Wissen und Wahrheit, Geschichte und Erinnerung sowie das Verständnis von Krise selbst werden neu verhandelt.

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Alexander Leistner, Monika Wohlrab-Sahr (Hg.): Das umstrittene Erbe von 1989. Zur Gegenwart eines Gesellschaftszusammenbruchs

Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2021

Der Zusammenbruch der DDR im Jahr 1989 ist ein historisches Ereignis, dessen Gegenwärtigkeit auf unvergleichbare Weise in der Gesellschaft des wiedervereinten Deutschlands zu spüren ist.

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Thorsten Benkel: Das Fließende des Körpers. Ein kultursoziologischer Versuch

Weilerswist-Metternich: Velbrück Wissenschaft 2021

Lebendige Körper sind ständig aktiv. Sie gehen und drehen sich, sie wiegen in die eine oder andere Richtung, sie falten sich zusammen und richten sich auf, sie reagieren, sie bewirken etwas, sie passen sich der Umwelt an. Körper bewegen sich fließend durch die gesellschaftlichen Bedingungen, denen sie entstammen und die sie sukzessive mitgestalten. Auch in ihnen fließt es, doch die blickdichten Vorgänge der menschlichen Physiologie stellen in sozialer Hinsicht allenfalls ein Hintergrundrauschen dar.

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Armin Nassehi: Unbehagen. Theorie der überforderten Gesellschaft

München: C.H. Beck 2021

Der Ruf nach mehr Gemeinschaft, Solidarität und Zusammenhalt entspringt unserem sehnlichsten Wunsch, aus einem Guss und womöglich kollektiv handeln zu können. Aber die moderne Gesellschaf t kennt keinen Ort, an dem ihre unterschiedlichen Funktionslogiken nachhaltig aufeinander abgestimmt werden können. In Krisen wird diese systematische Überforderung der Gesellschaft mit sich selbst besonders deutlich. Armin Nassehi zeigt, warum der Versuch einer politischen Bündelung aller Kräfte auf ein gemeinsames Ziel in komplexen Gegenwartsgsellschaften zwangsläufig scheitern muss. Aus dieser notorischen Enttäuschung resultiert ein Unbehagen, das den Blick auf die Gesellschaft von ihrer grundlegenden Selbstüberforderung ablenkt.

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