Neue Bücher

Neue Bücher

Rolf G. Heinze: Gesellschaftsgestaltung durch Neujustierung von Zivilgesellschaft, Staat und Markt

Wiesbaden: Springer VS 2020

Die Coronakrise wirkt als Seismograph der gegenwärtigen Gesellschaft. Die Widersprüche und Pathologien werden unmittelbar sichtbar und insbesondere die gesellschaftsprägende Kraft der Digitalisierung führt deutlich vor Augen, dass Gestaltung das Gebot der Stunde ist. Durch die Pandemie werden Verunsicherungen gesteigert, ökonomisch-soziale Verwerfungen verschärft und individuelle Enttäuschungen produziert.

a

Benjamin Görgen, Matthias Grundmann, Niklas Haarbusch, Dieter Hoffmeister, Björn Wendt (Hrsg.): Die sozial-ökologische Transformation in der Corona-Krise

Soziologie und Nachhaltigkeit – Beiträge zur sozial-ökologischen Transformationsforschung: Sonderband II

Im Zentrum dieses Sonderbandes stehen gesellschaftliche Transformationspotenziale, die sich trotz oder gerade wegen der Corona-Pandemie ergeben haben. Angefragt haben die Herausgeber dabei Soziolog*innen, die sich in den letzten Jahren an den wissenschaftlichen Debatten um die Nachhaltigkeitsfrage beteiligt haben.

a

Björn Krey: Textarbeit. Die Praxis des wissenschaftlichen Lesens

Oldenburg: De Gruyter 2020

Dieses Buch handelt vom Lesen in der Wissenschaft. Es folgt Forschenden, Lehrenden und Studierenden bei der alltäglichen Arbeit an Texten und beschreibt, wie Bücher und Aufsätze recherchiert und archiviert, kopiert und gescannt, markiert und annotiert, diskutiert und evaluiert, exzerpiert und zitiert werden.

a

Thomas Spiegler: Statistik schön einfach. Eine Einführung in 50 Bildern

Weinheim: Beltz Juventa 2020

Statistik ist die Kunst, mit wenigen Worten eine große Gruppe zu beschreiben. Im Alltag können wir das alle. Meist funktioniert es ganz ohne Zahlen und Formeln. Hier setzt dieses Buch an.

a

Angelika Poferl, Norbert Schröer, Ronald Hitzler, Matthias Klemm, Simone Kreher (Hrsg.): Ethnographie der Situation. Erkundungen sinnhaft eingrenzbarer Feldgegebenheiten

Essen: Oldib Verlag 2020

Menschen befinden sich immer in Situationen. Sie handeln miteinander stets aus ihrer Situation heraus, und sie weisen im Miteinanderhandeln zugleich über die jeweiligen Situationen hinaus. Soziales Handeln hat einen vielschichtigen und prägenden Vergangenheitsbezug, es ist in die Zukunft hinein gerichtet, und es gibt den Handelnden für die Zukunft eine orientierende Erinnerung.

a

Martina Althoff, Bernd Dollinger, Holger Schmidt (Hg.): Conflicting Narratives of Crime and Punishment

London: Palgrave Macmillan 2020

This book illustrates the importance of conflicting narratives in understanding and dealing with crime, based on a variety of cutting-edge research. Offenders tell stories about crime and punishment, as do policemen, judges and defence lawyers, but so do politicians and the media. Each tells them very differently and only some stories are believed, while others are rejected as implausible leading to conflict.

a

Holger Schmidt: Ungerechtigkeit im Jugendstrafvollzug. Biographische Erkundungen einer sozialmoralischen Gefühlsregung

Weinheim: Beltz Juventa 2019

Gefängnisse sind Institutionen, denen ungewöhnlich restriktive Handlungs- und Lebensbedingungen zu eigen sind: Neben der Bewältigung diverser (im-)materieller Entbehrungen sind Inhaftierte mit der Aufgabe konfrontiert, sich in hierarchische Macht- und Kommunikationsbeziehungen einzufügen.

a

Emanuel Herold: Utopien in utopiefernen Zeiten. Zukunftsdiskurse am Ende der fortschrittlichen Moderne

Göttingen: Wallstein Verlag 2020

In Zeiten von Dauerkrise und Untergangslust: Wie ist eine wünschenswerte Zukunft überhaupt noch vorstellbar?
Ob beim Thema Demokratie, Digitalisierung oder Klimawandel: Verfolgt man öffentliche Debatten, scheinen die Vorzeichen auf Katastrophe zu stehen.

a

Judith Eckert und Diana Cichecki: Mit ›gescheiterten‹ Interviews arbeiten. Impulse für eine reflexiv-interaktionistische Interviewforschung

Weinheim: Beltz Juventa 2020

›Gescheiterte‹ Interviews werden in der qualitativen Sozialforschung üblicherweise aus der Auswertung ausgeschlossen und weithin tabuisiert. Demgegenüber sehen Eckert und Cichecki besondere Erkenntnischancen, wenn ›Scheitern‹ als willkommene Irritation eigener Vorannahmen anerkannt und analytisch genutzt wird. 

a

Albert Scherr (Hg.): Systemtheorie und Differenzierungstheorie als Kritik Perspektiven in Anschluss an Niklas Luhmann

Weinheim: Beltz Juventa 2020

Vielfach wird soziologische System- und Differenzierungstheorie als Verabschiedung vom Projekt einer kritischen Gesellschaftstheorie missverstanden. Die Beiträge stellen diese Einordnung in Frage. Aufgezeigt wird, wie in der Struktur der modernen, funktional differenzierten Gesellschaft enthaltene Problemlagen kritisch analysiert werden können.

a