Neue Bücher
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Filiz Aksoy, Jan Tobias Fuhrmann, Arne Kuhlmann und Anna Pilz (Hg): Gestalten der Zukunft. Positionierungen zur Realitätsmacht gegenwärtiger Zukünfte
Baden-Baden: Nomos Verlag 2025
Der Band ist eine multidisziplinäre Sammlung von Positionierungen zur Realitätsmacht gegenwärtiger Zukunftsentwürfe. In den Beiträgen werden Versuche der Fixierung und Ideologien der Determinierung von Zukunft, die Akustik, Erzähl- und Leseweisen von Zukunft sowie die gestaltenden Effekte fremdbestimmter und sich in Bewegung haltender Zukünfte analysiert. Leitend ist dabei die These, dass Zukunft in sozialen Praktiken und kulturellen Narrativen hergestellt werden muss. Die entstehenden Gestalten der Zukunft werden in ihren Funktionen als gesamtgesellschaftliche und individuelle Orientierungsgrößen zur Disposition gestellt.
Viola Logemann: Zuhause zu zweit. Ko-Konstruktion von Paaren und Dingen
Wiesbaden: Springer VS 2025
In dem vorliegenden Buch wird das Zuhause zu zweit als soziologisches Phänomen untersucht, das sich als Prozess und Produkt der Ko-Konstruktion von Paaren und Dingen offenbart. Forschungsgegenstand ist das Zusammenziehen und Zusammenwohnen von Paaren in der ersten gemeinsamen Wohnung, wobei besonders die Materialität der Wohnung sowie der individuellen und gemeinsamen Dinge von Interesse ist. Forschungsleitend waren drei Fragestellungen: Wie wird die Wohnung für das Paar zum Zuhause und was impliziert dieser Begriff? Was bedeutet Wohnen als Paar? Und wie wird die Wohnung als gemeinsamer und individueller Raum verhandelt?
Kerstin Heil: Durchschreiten, Durchkämpfen, Durchwurschteln oder Durchleiden? Soziale Milieus im Grundschullehramt. Eine qualitative Untersuchung von Studierenden einer Pädagogischen Hochschule
Weinheim: Beltz Juventa 2025
Die qualitative Studie untersucht am Beispiel vom Grundschullehramt einer Pädagogischen Hochschule die Bedeutung der sozialen Herkunft für die Aneignung eines Studiums. Theoretische Grundlage bildet die Habitustheorie von Bourdieu und der Ansatz der sozialen Milieus. Entlang von fünf herausgearbeiteten Mustern werden die milieutypischen Orientierungen der Studierenden dargelegt und Passungsverhältnisse im Studium verdeutlicht. Abschließend wird die Relevanz einer kritisch-reflexiven Auseinandersetzung der künftigen Lehrkräfte mit ihrer sozialen Herkunft diskutiert.
Heike Delitz, Julian Müller, Robert Seyfert: Handbuch Theorien der Soziologie
Wiesbaden: Springer VS 2025
Das Handbuch folgt dem Ziel, möglichst diverse soziologische Theorieansätze zu versammeln und die Breite soziologischen Denkens sichtbar zu machen − zugleich geht es um eine Übersicht, eine Ordnung der Theorien. Der Anspruch liegt damit weniger auf enzyklopädischer Vollständigkeit aller Theorien, als auf der Vollständigkeit des Spektrums der soziologischen Denkweisen (ihrer Konzepte, Vokabulare, Methodologien und Forschungsprogramme, ihrer jeweiligen Aversionen gegenüber anderen Ansätzen).
Forum: Qualitative Social Research, Vol. 26 No. 2 (2025): Digital Images and Visual Artifacts in Everyday Life: Changing Media—Changing Uses—Changing Methods
Berlin: Freie Universität Berlin 2025
FQS is a peer-reviewed multilingual open-access journal for qualitative research, established in 2000 and published three times a year. We accept single contributions on topics and methods, important for qualitative research as well as contributions to the sections FQS Debates, FQS Interviews, FQS Reviews and FQS Conferences.
WSI-Mitteilungen: Jahrgang 78 (2025), Heft 3
Baden-Baden: Nomos Verlag 2025
Die WSI-Mitteilungen sind eine wissenschaftliche Fachzeitschrift mit politik- und praxisorientierter Ausrichtung. Sie informieren über neue wissenschaftliche Erkenntnisse im Themenspektrum ›Arbeit - Wirtschaft - Soziales‹. Die Zeitschrift ist 1948 erstmals erschienen.
Robert Stock, Christian Meier zu Verl, Melike Şahinol, Markus Spöhrer, Axel Volmar, Andreas Wagenknecht und Anna-Lena Wiechern (Hg): Dis/Ability und digitale Medien. Interdisziplinäre Perspektiven auf Technologien, Praktiken und Zugänglichkeiten
Wiesbaden: Springer VS 2025
Der Sammelband analysiert das Verhältnis von digitalen Medien und Dis/Ability aus einer interdisziplinären Perspektive. Dis/Ability wird dabei als subjektives wie soziales und geschichtliches Phänomen verstanden, das aus den wechselseitigen Relationen behinderter Körper, Sinneserfahrungen und Technologien entsteht.
Leviathan Heft 1, 2025 (53)
Baden-Baden: Nomos Verlag 2025
Die Zeitschrift Leviathan ist der Idee sozialwissenschaftlicher Aufklärung und Kritik verpflichtet. Sie veröffentlicht aktuelle Forschungsbeiträge und Debatten zu Themen aus Politik, Kultur, Wirtschaft, Philosophie, Recht und Gesellschaft. Sie richtet sich an eine breite Leserschaft aus Lehre und Forschung, Politik und Verwaltung, Publizistik und Medien. Im Zeichen eines methodologischen, disziplinären und politischen Pluralismus schlägt sie Brücken zwischen Theorie, Empirie und politischer Praxis.
Marie Rosenkranz und Nina Tessa Zahner: Plurale Verschränkungen – Zur Entdifferenzierung von Kunst, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft
Wiesbaden: Springer VS 2025
Der Band untersucht die immer neuen Austauschprozesse zwischen Kunst und Politik, Kunst und Wissenschaft, Kunst und Ökonomie, die sich seit einigen Jahren zu etablieren scheinen. Er fragt, inwieweit diese möglicherweise einen Funktionswandel der Künste anzeigen, der ihnen eine zentrale gesellschaftliche Rolle zuweist.
Marie Rosenkranz: Umkämpfte Kunst. Aktivistische Kunstpraktiken im Kontext des Brexits
Wiesbaden: Springer VS 2024
Marie Rosenkranz‘ Monografie ist in das expandierende Feld sozial- und kulturwissenschaftlicher Analysen der Kunst einzuordnen, die über eine immanent kunstwissenschaftliche Untersuchung von künstlerischen Werken hinausgehen.Das Kunstfeld ist in der Spätmoderne durch Phänomene geprägt, welche die Grenzen zwischen der Kunst und anderen gesellschaftlichen Zusammenhängen porös werden lassen. Häufig ist argumentiert worden, dass Versatzstücken aus dem Kunstfeld – etwa der kreativen Arbeit – eine Modellfunktion für die Gesellschaft zukomme.