Neue Bücher

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Susanne Martin, Thomas Linpinsel (Hrsg.): Angst in Kultur und Politik der Gegenwart. Beiträge zu einer Gesellschaftswissenschaft der Angs

Wiesbaden: Springer VS 2020

Angst ist nicht nur eine menschliche Grundemotion, sondern ein gesellschaftliches Phänomen. Jüngst wurde sie zum charakteristischen Gefühl westlicher Gegenwartsgesellschaften erklärt und insbesondere mit politisch regressiven Entwicklungen, allen voran dem Aufstieg des Rechtspopulismus, in Verbindung gebracht. Ausgehend von Befunden eines aktuell veränderten gesellschaftlichen Stellenwerts der Angst untersucht der Sammelband in interdisziplinärer Perspektive gegenwärtige Ursachen, Auswirkungen, Repräsentationen, Ausprägungen, Deutungen und Praktiken der Angst.

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Christian Schneickert, Andreas Schmitz, Daniel Witte: Das Feld der Macht. Eliten – Differenzierung – Globalisierung

Wiesbaden: Springer VS 2020

Das Feld der Macht bildet ein Schlüsselkonzept der Soziologie Bourdieus, ist in seiner Bedeutung für die Theoriearchitektur allerdings bislang weitgehend verkannt worden. Der Band liefert die erste umfassende Rekonstruktion des Ansatzes und skizziert ein gesellschaftstheoretisches Angebot, das etablierte Dichotomien wie jene von Eliten und Exklusion, Differenzierung und sozialer Ungleichheit sowie Globalität und Nationalstaat aufbricht und eine Vielzahl von Phänomenen in den Blick zu nehmen erlaubt.

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Wilhelm Heitmeyer, Manuela Freiheit, Peter Sitzer: Rechte Bedrohungsallianzen - Signaturen der Bedrohung II

Berlin: Suhrkamp 2020

Nach Ereignissen wie dem Mord an Walter Lübcke, dem Anschlag in Halle oder den rassistischen Morden in Hanau im Februar 2020 wird regelmäßig darüber diskutiert, inwiefern es sich um isolierte Einzeltäter handelt oder ob ein Zusammenhang zu bestimmten Parteien und Ideologien besteht.

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Handreichung Datenschutz des RatSWD

2. vollständig überarbeitete Auflage | Juni 2020

Der Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) hat seine Handreichung Datenschutz grundlegend überarbeitet und an die EU-weit geltende Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und die novellierten deutschen Datenschutzgesetze angepasst.

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Gerhard Preyer und Erwin Rogler: Philosophie des Mentalen. Supervenienz, reduktiver, nicht-reduktiver Physikalismus und mentale Kausalität

Frankfurt am Main: Humanities Online 2020

Die Untersuchung beansprucht, den Zugang zu der Problemsituation der Philosophie des Mentalen und den damit verbundenen sprach- und erkenntnistheoretischen Fragestellungen seit den 1950er Jahren zu befördern. In ihr kommt dem reduktiven und dem nicht-reduktiven Physikalismus eine prominente Stellung zu. Die Kenntnis dieser Voraussetzungen gehört zum Studium des wissenschaftlichen Fachs der Philosophie des Mentalen.

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Benjamin Görgen, Björn Wendt (Hg.): Sozial-ökologische Utopien. Diesseits oder jenseits von Wachstum und Kapitalismus?

München: oekom 2020

Die ökologischen und sozialen Krisen der Gegenwart spitzen sich immer weiter zu. Der Klimawandel, das Artensterben und die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen der Erde schreiten voran. Extreme soziale Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten prägen das Leben auf unserem Planeten. 

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Stephan Moebius: Kultursoziologie

Bielefeld: UTB/transcript 2020

Die Einführung in die Kultursoziologie in einer aktualisierten und erweiterten Neuauflage.
›Kultur‹ ist fächerübergreifend einer der zentralen Schlüsselbegriffe gegenwärtiger Forschung. Schon um 1900 standen kulturtheoretische Fragen im Mittelpunkt der Soziologie. Seit dem Cultural Turn wurde ›Kultur‹ schließlich zum allgemeinen Leitbegriff des Fachs.

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Jenny Preunkert: Eine Soziologie der Staatsverschuldung- Über die Finanzialisierung, Transnationalisierung und Politisierung von Staatsschulden in der Eurozone

Weinheim: Beltz Juventa 2020

Das Buch untersucht die Entstehung eines transnationalen Markts für Staatsschulden in der Eurozone, seine kriseninduzierten Veränderungen und gesellschaftlichen Folgen. Im Zentrum stehen die institutionellen Machtstrukturen dieses neuen Marktes und die Frage nach der Autonomie demokratischer Regierungen. Gezeigt wird, dass die Machtpositionen der Regierungen im Wettbewerb um die Gunst der Investoren strukturell ungleich sind. Diese Machtasymmetrien verfestigten sich in der sogenannten Eurokrise, im Zeichen von COVID-19 sind sie erneut sichtbar geworden.

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Almut Peukert, Julia Teschlade, Christine Wimbauer, Mona Motakef, Elisabeth Holzleithner (Hg.): Elternschaft und Familie jenseits von Heteronormativität und Zweigeschlechtlichkeit

Gender – Sonderheft 5 | Leverkusen: Barbara Budrich 2020

Regenbogenfamilie, Inseminationsfamilie, Mehrelternfamilie: Diese Begriffe versuchen das Phänomen zu fassen, dass Elternschaft und Familie in vielfältigen Konstellationen verwirklicht werden. Sie stehen dabei im Spannungsfeld zwischen empirischer Vielfalt und gesellschaftlichen Norm- und Normalitätsvorstellungen. 

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Martin Endreß, Sylke Nissen, Georg Vobruba: Aktualität der Demokratie. Strukturprobleme und Perspektiven

Weinheim: Beltz Juventa 2020

Debatten über die ›Krise der Demokratie‹ sind so jung wie die Demokratie selbst. Sie sind heute so bitter notwendig wie schon lange nicht mehr. Denn die Demokratie steht vor multiplen Problemlagen in der Gesellschaft: Die politische Kultur ist zunehmend fraktioniert und polarisiert, soziales Konfliktverhalten eskaliert, die politische Sprache verroht, politische Apathie und Parteiverdrossenheit breiten sich aus. Aktuell stellt sich angesichts des Rechtspopulismus die Frage: Gerät die repräsentative Demokratie an ihre Grenzen?

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