Wie entstehen kulturelle Grenzziehungen, welche Macht entfalten sie – und was steht auf dem Spiel, wenn sie verschoben werden? Die Podiumsdiskussion nimmt aktuelle Buchverbote in den USA zum Anlass, um über die Grenzen des Zeigbaren im Kinder- und Jugendbuch zu sprechen.
Allein im Schuljahr 2024/25 verschwanden über 6.800 Bücher aus US-Schulbibliotheken – oft mit diffusen Begründungen und unter Berufung auf ein nicht näher erläutertes ›Kindeswohl‹. Auch in Deutschland wurden 2025 in Bibliotheken mutwillig Bücher mit LGBTQ-Bezug zerstört.
Die Veranstaltung fragt nach den politischen und ästhetischen Dimensionen solcher Verbote: Fördern sie Selbstzensur? Wie reagiert der Markt darauf? Welche Rolle spielen mediale Formen wie Fotografie, die im Kinder- und Jugendbuch seit den 1970er-Jahren gezielt auch politisch eingesetzt wurde?
Die Podiumsdiskussion rückt im Rahmen des KWI-Jahresthemas Rote Linien und in Resonanz mit der Ausstellung L is for Look – Fotobücher für Kinder und Jugendliche im Folkwang jene Trennlinien in den Fokus, die festlegen, was gezeigt, erzählt und gelesen werden darf.
Veranstaltung im Rahmen des Jahresthemas 2026/27 ›Rote Linien‹.