Wahl Vorstand

Prof. Dr. Dirk Baecker

  • Inhaber des Lehrstuhls für Kulturtheorie und Management an der Universität Witten/Herdecke
  • Arbeitsschwerpunkte: soziologische Theorie; Kulturtheorie; Wirtschaftssoziologie; Organisationforschung; Managementlehre
  • DGS-Mitglied seit dem 15.04.1988
  • Mitglied der Sektion Wirtschaftssoziologie
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Wir leben in einer vernetzten Gesellschaft. Die Soziologie gewinnt ihre Identität aus der Art und Weise, wie sie mit und ohne Rückgriff auf Fachtraditionen ihre vielfältigen Beziehungen zu anderen Wissenschaften, zur gesellschaftlichen Praxis und zu Zukunftsthemen wie Klimawandel, Globalisierung, Digitalisierung, Migration und soziale Ungleichheit ordnet und gestaltet. Ein Schlüsselthema ist Diversität. Diversität steigert die Beobachtungsfähigkeit, den Perspektivenwechsel und den Variationsspielraum für allfällige Innovationen. Die Soziologie besitzt eine einzigartige Kompetenz der Beobachtung gesellschaftlicher Zustände, Entwicklungen und Konflikte. In Forschung, Lehre, Beratung und Moderation ist sie an der Gesellschaft beteiligt. In Frage steht, wie die Soziologie ihre Intelligenz nutzt, um die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft zu unterstützen, die sich auf die bloße Wiederholung auch ihrer wichtigsten Leistungen (Demokratie, Rechtsstaat, Marktwirtschaft, Bildung für alle, autonome Kunst, empirische Wissenschaft, freie Religionsausübung) nicht verlassen kann.
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Prof. Dr. Manuela Boatcă

  • Professorin am Institut für Soziologie der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Arbeitsschwerpunkte: Globale Ungleichheiten, Wetlsystemanalyse, Theorien sozialen Wandels, Post- und dekoloniale Ansätze, historisch-vergleichende Soziologie Lateinamerikas und Osteuropas
  • DGS-Mitglied seit dem 25.01.2013
  • Mitglied der Sektionen Politische Soziologie, Europasoziologie, Soziale Ungleichheit
  • Mitglied des DGS-Konzils seit 2019
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Antirassismus, Arbeitsrecht, Migrationspolitik
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Die Wissenschaft, so wie sie an Universitäten vermittelt wird, steht vor der Herausforderung, zunehmend der Marktlogik unterworfen zu sein und sich deren Erfordernissen anzupassen. Die zunehmende Privatisierung von Universitätsbildung, einschließlich der Zunahme von Studiengebühren, stellt ein Hindernis für eine global gerechte Vermittlung von wissenschaftlichen Inhalten dar. Die Soziologie muss globale und historische Perspektiven mehr Platz einräumen, als dies gegenwärtig der Fall ist, und sich im Plural als Soziologien verstehen, um unterschiedlichen Verläufen soziologischen Denkens in globalen Zusammenhängen gerecht zu werden.
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Prof. Dr. Petra Böhnke

  • Professorin für Soziologe, insbesondere Soziologie des sozialen Wandels an der Universität Hamburg
  • Arbeitsschwerpunkte: Wandel sozialer Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse im wohlfahrtsstaatlichen Vergleich zu den Themen: Armut, soziale Mobilität, intergenerationale Transmission, soziale Integration, Sozialkapital, Lebensqualität
  • DGS-Mitglied seit dem 10.09.2012
  • Mitglied der Sektionen Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse, Soziale Indikatoren
  • Mitglied im Konzil der DGS seit 2015 (Kassenprüferin, Mitarbeit im Methodenausschuss)
  • Sektionsvorstand der Sektion Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse seit 2017
  • Sektionsvorstand der Sektion Soziale Indikatoren von 2012 bis 2018
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Öffentlichkeitswirksamkeit der Soziologie stärken; Internationalisierung vorantreiben; Mittelbauinteressen besser berücksichtigen; Offenheit für unterschiedliche methodische Zugänge befördern
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Es schadet der Soziologie aus meiner Sicht, wenn sie professions- und verbandspolitisch nicht mit einer Stimme spricht. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass die DGS ein Dach für alle Paradigmen und Forschungsrichtungen sein kann, die sachorientiert im fruchtbaren Dialog miteinander stehen.
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PD Dr. Saša Bosančić

  • Akademischer Oberrat auf Zeit an der Universität Augsburg
  • Arbeitsschwerpunkte: Allgemeine Soziologie, Wissenssoziologie, Soziologie sozialer Ungleichheit, Qualitative Methoden
  • DGS-Mitglied seit dem 18.03.2016
  • Vorstandsmitglied der Sektion Wissenssoziologie seit 2017
  • Gründungsmitglied und Mitorganisator der Arbeitsgruppe Subjektivierungsforschung seit 2018
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Die Multiperspektivität war seit den Anfangstagen des Fachs eine der zentralen Stärken der Soziologie. Daher halte ich es für ein wesentliches Ziel, diese Vielfalt zu bewahren und den Spaltungstendenzen entgegenzuwirken.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Ein Anliegen besteht darin, die prekären Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft zu thematisieren. Daneben gilt es auch, die zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit zu problematisieren, die sich in den vergangenen Jahren nicht mehr nur abstrakt äußert, sondern mit konkreten Anfeindungen und Bedrohungen von Wissenschaftler*innen einhergeht.
    Im Hinblick auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen sehe ich die Aufgabe der Soziologie als Vermittlerin zwischen sich zunehmend unversöhnlich und unvereinbar gegenüberstehenden Perspektiven auf Wirklichkeit.
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PD Dr. Heike Delitz

  • Vertretungsprofessorin Vergleichende Kultursoziologie an der Europa Universität Viadrina und Privatdozentin an der Universität Bamberg
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziologische Theorie, Kultursoziologie
  • DGS-Mitglied seit dem 01.03.2005
  • Mitglied der Sektionen Kultursoziologie, Soziologische Theorie
  • Mitglied des DGS-Konzils seit 2019
  • Vorstandsmitglied der Sektion Kultursoziologie seit 2011
  • Vorstandsmitglied der Sektion Soziologische Theorie seit 2016
  • Mitglied der Kommission zur Mittelbau-Repräsentation 2020
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Pluralität soziologischer Theorien und Forschungen; Untrennbarkeit von soziologischer Theorie und Forschung und damit Betonung der Bedeutung von (vielfältiger) soziologischer Theorie; interdisziplinäre sozialwissenschaftliche Forschung und Theorie; vergleichende Soziologie
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Wissenschaft: Wissenschaftsfeindschaft in Teilen der Bevölkerung, und entspr. Polarisierung der Gesellschaft (Corona; Klima, Gender usw.),
    Soziologie: Spaltung des Faches im Blick auf wissenschaftstheoretische Überzeugungen; Unsichtbarkeit in gesellschaftlichen Debatten respektive zu reflektierende eigene politische Interessen /Involvements; Prekarität/Mangel unbefristeter Stellen; Sicherstellung der Lehre Soziologischer Theorie; Quantifizierungs- und Evaluationsdruck
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Prof. Dr. Sybille Frank

  • Leiterin des Fachgebiets Stadt- und Raumsoziologie am Institut für Soziologie der Technischen Universität Darmstadt und Leiterin der AG Interdisziplinäre Stadtforschung an der Technischen Universität Darmstadt
  • Arbeitsschwerpunkte: Stadt, Raum, Globalisierung, soziale Ungleichheiten und lokale Konflikte, kulturelles Erbe, Tourismus, Wohnen, Mobilitäten, postkoloniale Soziologie
  • DGS-Mitglied seit dem 10.09.2008
  • Mitglied der Sektionen Soziologie des Körpers und des Sports, Stadt- und Regionalsoziologie sowie des interdisziplinären Nachwuchsnetzwerks ›Stadt-Raum-Architektur: Soziologische und sozialwissenschaftliche Perspektiven‹ in der Sektion Stadt- und Regionalsoziologie, Wissenssoziologie
  • Mitglied des DGS-Konzils seit 2019
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Themen, die mir besonders am Herzen liegen, sind die Förderung und Unterstützung des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Verbesserung der Situation des akademischen Mittelbaus an Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen hin zu einer stärkeren Unabhängigkeit. Hierzu gehören auch Juniorprofessor_innen und sog. (zunächst befristete) Nachwuchsprofessor_innen mit und ohne Tenure Track, über deren beruflichen Alltag, Evaluationsverfahren und Karriereperspektiven wir noch zu wenig wissen. Weiterhin setzte ich mich für die Internationalisierung des Faches in dem Sinne ein, dass Theorien, Perspektiven und Fallstudien aus allen Teilen der Welt in den soziologischen Wissenskanon aufgenommen werden, was auch eine Öffnung der Institutionen, Rekrutierungsprozesse und Publikationsorgane des Faches insbesondere für nicht-westliche Perspektiven impliziert. Nicht zuletzt ist es mir wichtig, Open Access-Publikationsmöglichkeiten zu stärken, um soziologische Forschungsergebnisse einer breiteren wissenschaftlichen und außerwissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Gegenwärtig stellen der Populismus, der Klimawandel, die Corona-Krise, die voranschreitende Digitalisierung und die damit zusammenhängenden (globalen) Machtverschiebungen und (neuen) sozialen Ungleichheiten die wohl größten Herausforderungen für heutige Gesellschaften und somit auch für die Soziologie und die Wissenschaft allgemein dar. Vor diesem Hintergrund erscheinen die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft nur ein kleines Problem zu sein. Sie sind jedoch ebenfalls von großer Wichtigkeit, denn der heutige komplexe soziale Wandel braucht soziologische Reflexion und Expertise, die nur von Wissenschaftler*innen bereitgestellt werden kann, welche neben ihrer Expertise auch über ausreichend Zeit und Raum für Reflexionen verfügen. Der berufliche Alltag von Soziolog*innen (und generell Wissenschaftler*innen) sieht zwischen Hochschulrankings, Zielvereinbarungen, Leistungsparametern, Evaluationen, Qualitätsmanagement- und Verwaltungs-Aufgaben sowie hohem Drittmittel-, Ergebnis-, Verwendungs- und Termindruck allerdings meist anders aus. Es ist mir daher ein Anliegen, gerade jetzt eine Debatte über die Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft allgemein und in der Soziologie im Besonderen (neu) anzustoßen. Angesichts sich häufender Klagen über die Arbeitsbedingungen und die hohe Arbeitslast an wissenschaftlichen Einrichtungen wäre es zum einen wichtig, (vorübergehende) Teilzeitmodelle in der Wissenschaft (auch für Führungspersonen) stärker zu etablieren und zu enttabuisieren und zum anderen offen darüber zu diskutieren, wie ein gutes Leben und Arbeiten in und mit der Wissenschaft als Beruf aussehen könnte, in dem die Soziologie ihre Aufgabe, Reflexionswissen bereitzustellen und fundierte Gesellschaftsanalyse zu leisten, weiterhin und immer wieder neu erfüllen kann.
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Dr. Andrea Hense

  • Senior Researcher (Dauerstelle) und Koordinatorin der Forschungsperspektive Erwerbsarbeit und Gesellschaftsordnung am Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) und Mitarbeiterin im Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziale Ungleichheiten und Sozialstrukturanalyse; ungleichheitstheoretische Theorieentwicklung insb. zu Ungleichheitswahrnehmungen; Arbeitsmarkt-, Sozialstaats- und Prekaritätsforschung; Mixed Methods: z.B. Kombination von Panelanalysen und Surveydaten (SOEP, LIAB) mit interpretativer Sozialforschung; Migrationssoziologie
  • DGS-Mitglied seit dem 01.11.2003
  • Mitglied der Sektionen Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse, Arbeits- und Industriesoziologie, Migration und ethnische Minderheiten und im AK Mixed Methods
  • Gründungsmitglied und Koordinatorin des DGS Arbeitskreises ›Mixed Methods‹ der beiden Sektionen Methoden der empirischen und Methoden der qualitativen Sozialforschung seit 2020
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Aus der Analyse der aktuellen Herausforderungen (s.u.) ergeben sich folgende Interessen: 1) Stärkung der paradigmenübergreifenden Zusammenarbeit im DGS AK Mixed Methods, in der Methodenaus- und -weiterbildung, durch VS-Lehrbuchreihe ›Methodenintegrative Sozialforschung‹ und Förderung von sonstigen sektionsübergreifenden Arbeitskreisen und Kongressen; 2) Diskussion erweiterter Kriterien guter wissenschaftlicher Praxis: Stärkung des Theorie-Empirie-Bezugs; Wissenschaftskommunikation (öffentliche Soziologie und Bezüge zwischen Spezialdiskursen stärken); Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft reflektieren; 3) Strategische Vernetzung mit Fachgesellschaften, Wissenschaftsgremien und Initiativen zum Ausbau unbefristeter Beschäftigung im Mittelbau; Umsetzung des Herrschinger Kodex (GEW) an Wissenschaftseinrichtungen; Reduktion marktförmiger Wettbewerbsmodelle und Förderung kooperativer Strukturen
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: 1) Zunehmende Fragmentierung in Teilgruppen und Spezialdiskurse sowie Auseinanderdriften von Theorieentwicklung und empirischer Analyse: Hier braucht es meiner Einschätzung nach eine Entschleunigung und Verstetigung der wissenschaftlichen Praxis, um andere Ansätze wieder wahrnehmen zu können, sowie eine  Stärkung der paradigmenübergreifenden Zusammenarbeit. 2) Zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit in Teilen der Bevölkerung: Benötigt wird hier die Reflexion des Akademisierungsdrucks (Abwertung einzelner Bevölkerungsgruppen) und der Wissenschaftskommunikation sowie ein sektionsübergreifender Diskurs zu den Bedingungsfaktoren der Wissenschaftsfeindlichkeit (neues DGS-Kongressthema?) 3) Bedrohung der Wissenschaft durch marktförmige Wettbewerbsmodelle und autoritäre Tendenzen: Meiner Ansicht nach braucht es hier die Förderung demokratischer Strukturen sowie eine Positionierungen der DGS zur Bedrohung anderer Fachgesellschafen (z.B. Soziologie in Brasilien) 4) Digitalisierung von Lehre und Forschung: Wichtig finde ich hier einen Austausch zu Lehr-/Lernformen, Konferenztools, digitalen/digitalisierten Forschungsmethoden, Kooperationsplattformen und die Sicherstellung des Datenschutzes.
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Dr. Maria Keil

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Arbeitsbereich Makrosoziologie des Instituts für Soziologie der Freien Universität Berlin
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziale Ungleichheit, Allgemeine Soziologische Theorie, insbes. die Soziologie Pierre Bourdieus, Wissenschafts- und Bildungssoziologie
  • DGS-Mitglied seit dem 16.01.2015
  • Mitglied der Sektionen Soziale Ungleichheit und Sozialstrukturanalyse, Bildung und Erziehung, Soziologische Theorie, Methoden der qualitativen Sozialforschung und im Arbeitskreis Wissenschafts- und Hochschulforschung
  • Mitglied des DGS-Konzils seit 2017
  • Mitglied des DGS-Ausschusses ›Mittelbau in der DGS / Beschäftigungsbedingungen in der Wissenschaft‹ von 2015 bis 2017
  • Organisation der Mittelbauversammlungen der DGS auf den DGS-Kongressen 2016, 2018, 2020 und Betreuung der SocioHub-Gruppe DGS-Mittelbau
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Stärkung der Sichtbarkeit soziologischer Erkenntnisse in der Öffentlichkeit, bei gleichzeitigem Eintreten für die Wissenschaftsfreiheit in der Soziologie im Rahmen einer kritischen Sozialwissenschaft. Mitgestaltung innerfachlicher Debatten und wissenschaftspolitischer Positionierungen der DGS und Vertretung der Interessen des Mittelbaus. Außerdem Fortführung der Auseinandersetzung um Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen von Soziolog/innen innerhalb der DGS und Fortsetzen des Engagements für ein transparentes Wahlverfahren und eine Repräsentation nicht-professoraler Mitglieder in den Gremien der DGS.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft liegen m.E. in der hinterfragten Legitimität wissenschaftlicher Wissensbestände und der populistischen Verbreitung von Meinungen und gefühlten Wahrheiten. Gerade die Soziologie muss hier als Auf- und Erklärerin in Erscheinung treten, um komplexe Zusammenhänge und Prozesse herunterzubrechen ohne zu sehr zu vereinfachen. Gleichzeitig gilt es, das Soziale von Gesellschaften und gesellschaftlichem Zusammenhalt hervorzuheben und im Dialog wirtschaftlichen wie politischen Interessen gegenüberzustellen sowie soziale Ungleichheitsverhältnisse in allen gesellschaftlichen Bereichen unentwegt zu reflektieren.
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Prof. Dr. Frank Kleemann

  • Professor für Soziologie mit dem Schwerpunkt Arbeit und Organisation an der Universität Duisburg-Essen
  • Arbeitsschwerpunkte: Arbeits- und Industriesoziologie; Qualitative Sozialforschung, Technik- und Organisationssoziologie
  • DGS-Mitglied seit dem 16.02.2005
  • Mitglied der Sektionen Arbeits- und Industriesoziologie, Methoden der qualitativen Sozialforschung, Wissenschafts- und Technikforschung, Wissenssoziologie
  • Sprecher der Sektion Arbeits- und Industriesoziologie von 2015 bis 2018
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Fachpolitisch ist mir wichtig, die Sichtbarkeit der Soziologie in der Öffentlichkeit zu stärken, auf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Wissenschaft hinzuwirken und die Interessen der Soziologie bei Einrichtungen der Forschungsförderung zu artikulieren.
    Verbandspolitisch erachte ich eine Stärkung der Rolle der Sektionen innerhalb der DGS für essenziell. Außerdem gilt es zu überlegen, wie man den nichtprofessoralen Mitgliedern, die zahlenmäßig in der Mehrheit sind, erweiterte Handlungsmöglichkeiten und aktive Beteiligung in der DGS eröffnen.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Wissenschaftliche Expertise generell scheint es – nicht erst seit der Corona-Pandemie – schwer zu haben, in der breiten Öffentlichkeit auf Resonanz zu stoßen, wo zunehmend ›einfache‹ und ›unumstößliche‹ Antworten gefordert werden. Ein neuer ›Wissenschaftsglaube‹ in der Bevölkerung wäre aber auch nicht die Lösung. Eine schwierige Aufgabe, zu der die Soziologie viel beitragen kann, besteht darin, öffentlich wahrnehmbar zu kommunizieren, wie Wissenschaft operiert.
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Prof. Dr. Hubert Knoblauch (Wiederwahl)

  • Professor für Allgemeine Soziologie/ Theorie moderner Gesellschaft an der Technischen Universität Berlin
  • Arbeitsschwerpunkte: Soziologische Theorie, Wissens-, Kommunikations-, Religionssoziologie, Thanatosoziologie, Qualitative Methoden
  • DGS-Mitglied seit dem 10.05.1990
  • Mitglied der Sektionen Wissenssoziologie, Kultursoziologie, Methoden der qualitativen Sozialforschung
  • DGS-Vorstandsmitglied als Beauftragter für Forschung seit 2019
  • Mitglied des DGS-Konzils von 2005 bis 2009
  • Mitglied des Sekionsrats der Sektion Wissenssoziologie seit 2009
  • Vorstandsmitglied der Sektion Wissenssoziologie von 2004 bis 2008
  • Vorsitzender der Sektion Wissenssoziologie von 2000 bis 2004
  • Vorstandsmitglied der Sektion Sprachsoziologie von 1998 bis 2000  
  • Gründungsmitglied der Sektion Religionssoziologie
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Die DGS soll die Interessen der Soziologie als eines wissenschaftlichen Verbandes nach innen wie nach außen, national wie international professionell vertreten und dabei die Interessen alle beteiligten Statusgruppen im Blick haben.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Die DGS sollte die öffentlichen Debatten zu soziologischen Fragen fördern, den praktischen Beitrag der Soziologie zur gesellschaftlichen Entwicklung unterstützen und zugleich aber auch die Rolle der Soziologie als eigenständige und umfassende Grundlagenwissenschaft vertreten, bewahren und Maßnahmen unterstützen, die zur Verbesserung der soziologischen Forschung und Lehre beitragen und ihre Relevanz in Wissenschaft und Gesellschaft aufzeigen.
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Prof. Dr. Jörg Strübing

  • Professor für Soziologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen
  • Arbeitsschwerpunkte: Qualitative Methoden und Methodologien; Wissenschafts- und Technikforschung; pragmatistische Sozialtheorie
  • DGS-Mitglied seit dem 28.02.2000
  • Mitglied der Sektionen Methoden der qualitativen Sozialforschung und Methoden der empirischen Sozialforschung
  • Mitglied im Konzil der DGS seit 2019
  • auf Vorschlag der DGS: gewähltes Mitglied im Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten von 2014 bis 2017 u. seit 2020; in der Zwischenzeit für die DGS dort ständiger Gast; seit 2020 Mitglied im Beirat von KonsortSWD
  • Sektion Methoden der qualitativen Sozialforschung: Sektionsvorstand von 2006 bis 2012; Sektionssprecher von 2008 bis 2012
  • DGS-Kommission für die Reform der soziologischen Methodenausbildung von 2001 bis 2002
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Engagement für eine theoretisch und methodisch plurale Soziologie (z.B. in der Lehre: Transparenz über Lehrangebote in Theorie und Methoden an jeweiligen Standorten; Fortschreibung von Lehrkonzepten für das Fach in den BA und MA-Studiengängen); Fortführung von Organisationsreformen mit dem Ziel verbesserter Transparenz und Partizipation ein (z.B. Weiterentwicklung von Nominierungsverfahren); Im Kontext RatSWD: Angepasste Datenmanagement- und - Archivierungskonzepte auch für kleine Projekte und qualitative Daten; Etablierung adäquater ansatzübergreifender Gütekriterien für die qualitativ-interpretative Sozialforschung als weiterer Beitrag zur Professionalisierung des Faches.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Die Corona-Krise hat nicht nur Virologen prominent gemacht, sondern auch die Sichtbarkeit der Soziologie gesteigert. An diese temporäre Popularität sollten wir durch geeignete Kommunikations- und Medienpolitik anknüpfen (z.B. mit dem Ziel eine Re-Installation des Faches als (Teil-)Schulfach); Ebenfalls angestoßen durch Corona: Online-Lehre und -Konferenzen werden tw. auch als nachhaltigere Formen diskutiert: Die DGS sollte eine Haltung dazu entwickeln, denn Forschungsförderer und Universitäten könnten diese Option auch als ›Sparschwein‹ zu nutzen geneigt sein; Evidenzbasiertheit gegen Fake News ist wichtig, darf sich aber nicht in quantitativen Daten erschöpfen. Das sollte die DGS auch gegenüber den Medien so kommunizieren.
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Prof. Dr. Paula-Irene Villa Braslavsky (Wiederwahl)

  • Professorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Arbeitsschwerpunkte: Geschlechterforschung; Biopolitik / Körper; Kultursoziologie / Cultural Studies; Care; Sozialtheorie
  • DGS-Mitglied seit dem 19.06.2000
  • Mitglied der Sektionen Soziologie des Körpers und des Sports, Frauen- und Geschlechterforschung, Medien- und Kommunikationssoziologie
  • Vorstandsmitglied der DGS seit 2013, zunächst als Beauftragte für internationale Beziehungen, seit 2018 also Beauftragte für die Sektionen und für Beschäftigungsverhältnisse und stellvertretende Vorsitzende
  • Mitglied des Konzils der DGS Konzil der DGS von 2011 bis 2013
  • Vorstand Sektion Frauen- und Geschlechterforschung von 1999 bis 2004
  • Vorstand Sektion Soziologie des Körpers und des Sports von 2016 bis 2020
  • Ethik-Kommission von 2011 bis 2013
  • Leitung Ausschuss ›Soziologie als Beruf‹ seit 2016
  • Leitung Ausschuss ›Beschäftigungsverhältnisse‹ von 2015 bis 2018
  • Fach- und/oder verbandspolitische Interessen: Internen Pluralismus weiterhin im Gespräch halten, und dieses Gespräch – auch als Kontroverse – produktiv intensivieren. Dies könnte sich in neuen Formaten der DGS Kongresse spiegeln, aber auch als fortlaufende Aktivitäten. Digital/analoge Formate sinnvoll hybridisieren; für Gremien und den Fachaustausch. Genau prüfen, welche Formen welche Vor-/Nachteile sie haben.
    Open Access Zeitschrift der DGS (German Sociological Journal) ›auf die Schiene‹ setzen.
  • aktuelle Herausforderungen der Wissenschaft im Allgemeinen und der Soziologie im Besonderen: Als Verband Anforderungen und Formen von Wissenschaftskommunikation zwischen Populismus und Aufklärung sinnvoll proaktiv navigieren. Dabei gilt es, Wissenschaft als (auch) Reflexionsform zu verteidigen und aktiv zu vermitteln, insbesondere gegen reduktionistische auf ›Nützlichkeit‹ oder Legitimation fokussierte Vorstellungen. Die Aufgabe liegt im zeigen & vermitteln, dass die Soziologie beide Dimensionen bedient, Reflexivität und Fakten/Daten. Im Idealfall kann sie auch beides verschränken und – so oder so – zur (Selbst-)Aufklärung der Gesellschaft beitragen. Zentral scheint mir, verschiedene Medien und deren Eigenlogik ernst zu nehmen und zu bespielen.
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