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CfP Zukunft im Konflikt: Militarisierung als Hemmnis sozial-ökologischer Transformation?

Sektionsveranstaltung DGS-Kongress 2026

Das Militär zählt zu den ressourcen- und emissionsintensivsten Sektoren eines Landes; sein Ausbau steht im Konflikt mit den gesellschaftlichen Klima- und Umweltzielen. Es ist aber nicht alleine eine Expansion des militärischen Sektors zu beobachten, sondern auch eine Militarisierung politischer Diskurse, staatlicher Prioritätensetzungen, ökonomischer Strukturen, Wissensordnungen und gesellschaftlicher Zukunftsvorstellungen. Aus umwelt- und nachhaltigkeitssoziologischer Perspektive stellt sich die Frage, wie diese Militarisierung mit Projekten und den gesellschaftlichen Bestrebungen einer sozial‑ökologischen Transformation interagiert: Verstärkt sie bestehende sozial-ökologische Krisen und soziale Ungleichheiten, blockiert sie transformative Pfade oder entstehen neue, widersprüchliche Konstellationen von ›grüner‹ Sicherheits‑ und Militärpolitik? Inwiefern geraten Nachhaltigkeitsziele, planetare Grenzen und Umweltgerechtigkeitsansprüche in Konflikt mit Sicherheitslogiken, geopolitischen Rivalitäten und rüstungsökonomischen Interessen?

Die Session widmet sich der umwelt- und nachhaltigkeitssoziologischen Auseinandersetzung mit diesen Spannungsverhältnissen und lädt Beiträge ein, die Militarisierung nicht nur als sicherheitspolitisches Phänomen, sondern als neue Konfiguration von Gesellschaft-Natur-Beziehungen zu begreifen. Willkommen sind theoretische, empirische und konzeptionelle Beiträge, die insbesondere die Verknüpfung von Militarisierung, Umweltkrisen, Nachhaltigkeitspolitik und sozial‑ökologischer Transformation in den Blick nehmen. 

Wir bitten um die Einreichung von Abstracts (maximal eine Seite) bis zum 31.03.2026 an: schuerkm[at]uni-mainz.de und ruben.kaiser[at]uni-jena.de.

Hier geht es zum Call: CfP_Zukunft_im_Konflikt.pdf