Aktuell

Feministische Stimmen der kritischen Autoritarismusforschung

Deadline: 15. Juli 2026

Es ist seit geraumer Zeit ein Erstarken autoritärer Tendenzen in Gesellschaft und Politik feststellbar. Der Ruf nach starken Führungsfiguren, nach eindeutigen Handlungsanweisungen und klaren Regeln wird wieder lauter. Zentraler Teil dieser autoritären Wende ist die Sehnsucht, insbesondere von Männern, nach einer Rückkehr zu einer machistischen Männlichkeit, das Zurückdrehen feministischer Errungenschaften, wie etwa das Recht auf Abtreibung und die Zunahme von Femiziden und sexueller Gewalt.

In diesem gesellschaftlichen Klima erfährt die Kritische Autoritarismusforschung eine Aktualisierung. Es ist aus diesen Gründen das Anliegen der Konferenz, den in der Vergangenheit häufig zum Verstummen gebrachten Stimmen weiblicher Denkerinnen Gehör zu verschaffen und ihre gesellschaftskritischen Positionen herauszuarbeiten.

Der Fokus ist auf die Zeit zwischen 1920 und 1980 eingegrenzt. Besonders freuen wir uns über Beiträge zu Autorinnen wie Else Frenkel-Brunswick, Maria Hertz Levinson und Betty Aron, die allesamt an den berühmten ›Studien zum autoritären Charakter‹, den ›Studies in Prejudice‹ aktiv mitgearbeitet haben. Auch Beiträge zur psychoanalytischen Theorie von Magarete Mitscherlich sind erwünscht. Selbstverständlich nehmen wir auch gerne andere Einreichungen an, sofern sie sich mit feministischen Kritiken des Autoritarismus und/oder Beiträgen von Frauen zur Autoritarismusforschung beschäftigen. So sind auch Beiträge zu Hannah Arendts Kritik des Totalitarismus erwünscht, wenngleich darauf geachtet wird, dass der Fokus auf die zuvor genannten Autorinnen bewahrt bleibt.

Format und Einreichung:

Vorträge: 30 Minuten, anschließend 30 Minuten Diskussion
Abstract: maximal 300 Wörter

Die Abstracts sind als PDF ohne Angabe personenbezogener Daten in der PDF Datei bis zum 15. Juli 2026 per E-Mail einzureichen an:

Benachrichtigung über Annahme: 1. September 2026