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Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie unterstützt das Bauhaus-Manifest 2026 der Akademie der Künste

Das 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründete Bauhaus überwand als Hochschule und Lehrbetrieb die traditionelle Trennung von Kunst und Wissenschaft, indem es Gestaltungslehre empirisch und systematisch fundierte. Es steht für die Orientierung an einem modernen Menschenbild und eine demokratische Gesellschaftsform. Frauen und Männer studierten dort gleichberechtigt. Zur Abhilfe der Wohnungsnot entwickelte man Konzepte für bezahlbaren, funktionalen Wohnraum, der das alltägliche Leben der Arbeiterklasse radikal verbessern und soziale Gleichheit fördern sollte. Das Bauhaus verstand Design als ein Werkzeug zur gesellschaftlichen Emanzipation.1933 wurde es von den Nationalsozialisten geschlossen. Heute ist das Bauhaus Dessau, in den ursprünglichen Räumen, wieder ein Ort der Forschung, Lehre und experimentellen Gestaltung. Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie schließt sich dem Bauhaus Manifest 2026 der Akademie der Künste an, um die Freiheit von Wissenschaft und Kunst gegen sich aktuell wiederholende politische Angriffe zu verteidigen.

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