Aktuell

SOZIOLOGIE Jahrgang 50 - Heft 4 - 2021

Aus dem Inhalt

  • Dirk Baecker, Sina Farzin, Rüdiger Lautmann, Sylke Nissen, Thomas Schwietring, Georg Vobruba, Johannes Weiß: Kein Zwang zur Debatte
  • Ramy Youssef: Funktionen und Folgen selbstreferentieller Theorien, insbesondere der Systemtheorie
  • René Wilke, Hubert Knoblauch, Julian Kohne, Bernhard Miller, Markus Strohmaier, Claudia Wagner, Christof Wolf, Heidemarie Hanekop, Jan-Ocko Heuer, Betina Hollstein, Kati Mozygemba: Symposion Forschungsdateninfrastruktur
  • Polarisierte Welten: Themenpapier zum 41. Kongress der DGS 2022 in Bielefeld
  • Aus dem DGS-Vorstand

50 Jahre Soziologie
 

Dirk Baecker, Sina Farzin, Rüdiger Lautmann, Sylke Nissen, Thomas Schwietring,
Georg Vobruba, Johannes Weiß
Kein Zwang zur Debatte   

Anlässlich des 50. Jahrgangs des Mitgliederforums der DGS trafen sich ehemalige und aktive Herausgeber:innen und Redakteur:innen der Soziologie per zoom zu einem Gespräch über die Zeitschrift, ihre Entwicklung und ihre Inhalte.

On the occasion of the 50th anniversary of the members› forum of the German Sociological Association, former and active publishers and editors of Soziologie met via zoom to talk about the journal, its development and its contents.
Hier der Volltext zum Download.

Identität und Interdisziplinarität
 

Ramy Youssef
Funktionen und Folgen selbstreferentieller Theorien, insbesondere der Systemtheorie 

Die Funktion der Systemtheorie liegt in der Herstellung systemtheoretischer Texte. Die Systemtheorie reproduziert sich in mimetischen Milieus, die die Entstehung einer Orthodoxie verhindern und Anlässe zur Überarbeitung der Theorie erzeugen. Die Selbstreferenz, Inkongruenz, Obskuranz und Kausalabstinenz der System­theo­rie sind nicht als Immunisierung gegenüber Falsifizierungsversuchen, sondern – vor dem Hintergrund einer gemeinsamen Funktion – als vollwertige Äquivalente der Fal­sifizierbarkeit zu verstehen.

The function of systems theory lies in the production of systems theoretical texts. The reproduction of systems theory takes place in mimetic milieus that prevent the emer­gence of an orthodoxy and generate occasions for theoretical revisions. Systems theory‹s self-reference, incongruence, obscurity and acausality are not to be under­stood as means of immunisation against falsification, but – against the backdrop of a common function – as full-fledged equivalents of falsifiability.

Forschen, Lehren, Lernen
 

René Wilke, Hubert Knoblauch, Julian Kohne, Bernhard Miller, Markus Strohmaier, Claudia Wagner, Christof Wolf, Heidemarie Hanekop, Jan-Ocko Heuer, Betina Hollstein, Kati Mozygemba
Symposion Forschungsdateninfrastruktur 

Wiesollen qualitative sozialwissenschaftliche Daten gespeichert, archiviert und nach­­genutzt werden? Das Symposion nimmt diese Frage auf und diskutiert sie anhand von Beiträgen aus Forschungsdatenzentren, die auf qualitative Daten spezialisiert sind. Neben der Vorstellung und Darstellung dieser Einrichtungen werden die mit der Archivierung einhergehenden Probleme und deren Lösungen ange­spro­chen.

How should qualitative social science data be stored, archived and re-used? The symposium takes up this question and discusses it on the basis of contributions from research data centres that specialise in qualitative data. In addition to the presen­ta­tion of these institutions, the problems associated with archiving and their solutions will be discussed.

Maria Keil, Tim Sawert
Die ad hoc Digitalisierung der Lehre in der Corona-Pandemie

Mit der Schließung von Hochschulen und Universitäten im März 2020 mussten sich Lehrende schnell an die neuen Bedingungen anpassen. Im Mai 2020 haben wir ein Survey mit Professor*innen und Postdocs in der Soziologie durch­geführt, um zu untersuchen, wie die Covid-19-Maßnahmen ihre Arbeit beeinflussen. Die digitale Lehre konfrontiert nicht Leh­rende, sondern auch Studierende mit verschiedenen Herausforde­rungen. Obwohl die ad hoc Umstellung auf digitale Lehre zu Beginn des ersten digitalen Se­mesters im Mai 2020 eher kritisch gesehen wird, betonen die Lehrenden auch eini­ge Vorteile, die sich aus digitaler Lehre ergeben. Der Beitrag schließt mit einer Dis­kus­sion zu den Konsequenzen für Studierende mit Blick auf soziale Un­gleich­hei­ten.

With closing universities in March 2020 lecturers quickly had to adapt their teaching to the new circumstances. In May 2020 we conducted a survey with professors and postdocs in sociology to explore how the Covid-19 measures affect their work. In this research note, we present the survey results regarding the reorganisation of teaching. Digital teaching confronts not only teachers but also students with various challenges. Despite the rather critical perception of the ad hoc transition to digital teaching in May 2020, lecturers also see some advantages in digital teaching. The paper concludes with a discussion on implications for students with special re­gard to social inequalities.

 

DGS-Nachrichten

  • Paula-Irene Villa Braslavsky: Aus dem DGS-Vorstand   
  • Polarisierte Welten
    • Themenpapier zum 41. Kongress der DGS 2022 in Bielefeld 
    • Ausschreibung der zu verleihenden Preise 
    • Termine zum 41. Kongress der DGS in Bielefeld 
  • Frank Welz: Virus meets Society 
  • Veränderungen in der Mitgliedschaft 

 

Berichte aus den Sektionen und Arbeitsgruppen

  • Sektion Europasoziologie 
  • Sektionen Wissenssoziologie und Politische Soziologie
  • Arbeitskreis Organisation und Bewertung 

 

Nachrichten aus der Soziologie

  • Reiner Keller: In memoriam Saša Bosančić 
  • Habilitationen 
  • Call for Papers 
    • Begriffe. Vernachlässigte Werkzeuge der Theoriebildung?