Stellungnahmen

Stellungnahmen

Master Degrees in Gender Studies, Hungary

Statement of the German Sociological Association

As has been widely reported in international media, and as we have been informed by colleagues from the scientific community in Hungary, on October 12, 2018, the Hungarian Government removed the two Master degrees in Gender Studies from the list of accredited subjects in Hungary. This happened without any professional review, without further public statement or explanation.

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Soziologische Grundbildung für die Schule!

Göttinger Aufruf der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)

Die gegenwärtige Bildungspolitik vernachlässigt die gesellschaftliche Kompetenz der jungen Generation. Sie verdrängt soziologische Inhalte aus den Bildungsplänen und aus der Lehrer-/Lehrerinnenausbildung. Damit wird sie ihrer Verantwortung für die Bildung junger Menschen und für die Gesellschaft, in der diese leben und leben werden, immer weniger gerecht. Die Soziologie untersucht die Voraussetzungen, Abläufe und Folgen des Zusammenlebens von Menschen. Sie hilft, sowohl das gemeinsame Alltagsleben zu verstehen als auch die gesellschaftlichen Zusammenhänge, in die es eingebettet ist. Wer nicht verstehen gelernt hat, was Gesellschaften insgesamt und die konkreten täglichen Situationen, in denen wir handeln, prägt, zerlegt oder zusammenhält, stabilisiert oder verändert, der macht sich nur ein sehr unzureichendes Bild vom sozialen Zusammenleben etwa in Familien, Peergroups, in sozialen Medien, am Arbeitsplatz und in den Schulen.

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Stellungnahme der DGS zur Gründung einer ›Akademie für Soziologie‹

Die Gründung der ›Akademie für Soziologie‹ im Juli 2017 hat für viele Mitglieder der DGS fachliche und professionspolitische Fragen aufgeworfen, u.a. nach dem Verhältnis zwischen DGS und ›Akademie‹. Nach zahlreichen informellen Gesprächen und einer vom Vorstand der DGS initiierten online-Diskussion fand im März 2018, im Auftrag des Konzils, ein Gespräch des DGS-Vorstands mit Vertreter/innen des Vorstands dieser ›Akademie‹ statt.

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DGS-Gremienwahlen 2017 - Offener Brief von DGS-Mitgliedern

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wie Ihnen vermutlich bekannt ist, stehen im Januar 2017 wieder Wahlen für die DGS-Gremien an. Es sind zu wählen: Eine Person für den Vorsitz, 6 weitere Personen für den Vorstand, 15 Personen für das Konzil ...

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DGS-Gremienwahlen 2017 - Wahlaufruf der Kandidierenden aus dem ›Mittelbau‹

Wie auf dem letzten Soziologie-Kongress erneut kritisch thematisiert, sind die beiden zentralen Gremien der DGS – der Vorstand und das Konzil – de facto ausschließlich mit Professor/innen besetzt und repräsentieren somit nicht die Vielfalt der Mitgliedschaft dieser Fachgesellschaft mit ca. zwei Dritteln nicht-professoraler Soziolog/innen. Die Problematik wurde nach Interventionen aus dem Mittelbau, u.a. durch den Offenen Brief der Initiative ›Für Gute Arbeit in der Wissenschaft‹ (vom 19.08.2014), inzwischen auch vom Vorstand und Konzil der DGS anerkannt. Für die kommenden Wahlen wurden wir deshalb als Mittelbau-Kandidierende vorgeschlagen.

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Remonstrative Letter ›Academics for Peace‹

The European Sociological Association is a community of scholars that represents national associations of sociology as well as its members (about 250,000 individual scholars in the European research area). Our statutes demand that our work contributes to understanding and solving social problems, to improving quality of life, and encouraging peaceful and productive relations among peoples. We recently considered plans to hold one of our European conferences of more than 4000 participants in Istanbul.

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Wissenschaft nur noch als prekärer Beruf? Stellungnahme und Tagung der DGS

Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) beobachtet mit Sorge die prekären Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen an den deutschen Hochschulen. Die jüngste Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes hat an den strukturellen Problematiken wenig geändert. Zu diesen gehören die massive Unterfinanzierung der Hochschulen, das hohe Ausmaß befristeter Verträge und fehlende Karriereperspektiven für den akademischen Mittelbau.

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Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) zu Beschäftigungsverhältnissen in der Wissenschaft

Gesellschaftliche Dynamiken machen vor der Wissenschaft nicht halt. In den letzten Jahrzehnten haben  staatliche (De-)Regulierungen, Aktivierungspolitiken und neue Formen von ›governance‹ sowie eine zunehmende Ökonomisierung die Bildung im Allgemeinen und die Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen im Besonderen geprägt. Im Sinne eines ›akademischen Kapitalismus‹ verschärft sich der Wettbewerb um Forschungsgelder und Stellen bei gleichzeitiger Unterfinanzierung der Hochschulen fortwährend. Eine wesentliche Folge ist die Prekarisierung von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen in der akademischen Forschung und Lehre. Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) sieht diese Entwicklungen mit Sorge, sie fordert ein Umdenken in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik sowie strukturelle Veränderungen im deutschen Wissenschaftssystem. Entsprechende Reformen dürfen nicht bei der äußerst zurückhaltenden jüngsten Neuregelung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes stehen bleiben.

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Für eine breite sozialwissenschaftlich fundierte Schulbildung

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), Januar 2016

Ökonomische Bildung steht hierzulande hoch im Kurs – ebenso wie die Bemühungen, sie von sozialwissenschaftlicher Einbettung freizuhalten. Im Herbst letzten Jahres hatte die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände den bemerkenswerten Versuch unternommen, durch Intervention beim Bundesinnenministerium ein Verbreitungsverbot des von der Bundeszentrale für Politische Bildung herausgegebenen Themen- und Materialienbandes ›Ökonomie und Gesellschaft‹ zu erwirken.

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Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) zum ›Kerndatensatz Forschung‹ des Wissenschaftsrats

Im Januar 2013 hat der Wissenschaftsrat erste Empfehlungen zu einem Kerndatensatz Forschung verabschiedet. Der Kerndatensatz soll einen ›Standard für die informationstechnische Erfassung von Forschungsaktivitäten‹ liefern und die Berichterstattung für Forschungseinrichtungen vereinfachen. Vor allem soll er ›belastbare‹ Daten bereitstellen, um Vergleiche zwischen Fächern und innerhalb von Fächern ziehen zu können. Die im Kerndatensatz definierten Eckdaten von Forschungsaktivitäten sollen künftig von allen Hochschulen und außeruniversitären Forschungsorganisationen einheitlich erhoben und auf Anfragen aus Politik, Forschung und Medien zur Verfügung gestellt werden.

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