Stellungnahmen

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Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) zu Beschäftigungsverhältnissen in der Wissenschaft

Gesellschaftliche Dynamiken machen vor der Wissenschaft nicht halt. In den letzten Jahrzehnten haben  staatliche (De-)Regulierungen, Aktivierungspolitiken und neue Formen von ›governance‹ sowie eine zunehmende Ökonomisierung die Bildung im Allgemeinen und die Hochschulen, Universitäten und Forschungseinrichtungen im Besonderen geprägt. Im Sinne eines ›akademischen Kapitalismus‹ verschärft sich der Wettbewerb um Forschungsgelder und Stellen bei gleichzeitiger Unterfinanzierung der Hochschulen fortwährend. Eine wesentliche Folge ist die Prekarisierung von Arbeits- und Beschäftigungsverhältnissen in der akademischen Forschung und Lehre. Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) sieht diese Entwicklungen mit Sorge, sie fordert ein Umdenken in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik sowie strukturelle Veränderungen im deutschen Wissenschaftssystem. Entsprechende Reformen dürfen nicht bei der äußerst zurückhaltenden jüngsten Neuregelung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes stehen bleiben.

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Für eine breite sozialwissenschaftlich fundierte Schulbildung

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), Januar 2016

Ökonomische Bildung steht hierzulande hoch im Kurs – ebenso wie die Bemühungen, sie von sozialwissenschaftlicher Einbettung freizuhalten. Im Herbst letzten Jahres hatte die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände den bemerkenswerten Versuch unternommen, durch Intervention beim Bundesinnenministerium ein Verbreitungsverbot des von der Bundeszentrale für Politische Bildung herausgegebenen Themen- und Materialienbandes ›Ökonomie und Gesellschaft‹ zu erwirken.

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Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) zum ›Kerndatensatz Forschung‹ des Wissenschaftsrats

Im Januar 2013 hat der Wissenschaftsrat erste Empfehlungen zu einem Kerndatensatz Forschung verabschiedet. Der Kerndatensatz soll einen ›Standard für die informationstechnische Erfassung von Forschungsaktivitäten‹ liefern und die Berichterstattung für Forschungseinrichtungen vereinfachen. Vor allem soll er ›belastbare‹ Daten bereitstellen, um Vergleiche zwischen Fächern und innerhalb von Fächern ziehen zu können. Die im Kerndatensatz definierten Eckdaten von Forschungsaktivitäten sollen künftig von allen Hochschulen und außeruniversitären Forschungsorganisationen einheitlich erhoben und auf Anfragen aus Politik, Forschung und Medien zur Verfügung gestellt werden.

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Vorläufiges Vertriebsverbot der Sammelpublikation ›Ökonomie und Gesellschaft‹ (Bundeszentrale für politische Bildung) durch das Bundesministerium des Innern

Das Bundesministerium des Innern (BMI) hat auf Initiative der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) der Bundeszentrale für…

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Verbesserungen am CHE-Ranking nicht überzeugend. Deutsche Gesellschaft für Soziologie setzt auf Studium.org/

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), Januar 2015

Im Juni 2012 hatte die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS) den soziologischen Instituten an deutschen Universitäten empfohlen, sich nicht länger an der Datenerhebung zum CHE-Ranking zu beteiligen. Kritisiert wurden seitens der DGS schwerwiegende methodische Mängel und zweifelhafte wissenschaftspolitische Effekte des vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) durchgeführten Studiengangsrankings; siebzig Prozent der Soziologieinstitute schlossen sich damals der Initiative an.

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Erklärung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) zu aktuellen Kampagnen der Diskreditierung und Diffamierung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern

Mit großer Sorge beobachten wir, dass Soziologinnen und Soziologen, die sich wissenschaftlich mit Themen der Geschlechter- oder Sexualitätsforschung beschäftigen, sich immer öfter mit sogenannten Hasskampagnen konfrontiert sehen. Derzeit werden einzelne Kollegen und Kolleginnen in sozialen Medien wie Facebook, in Blogs und mit E-Mails persönlich attackiert, verunglimpft und z.T. sogar bedroht.

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Wissenschaftliche Evaluation ja - CHE-Ranking nein

Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) zum Hochschulranking des Centrum für Hochschulentwicklung (CHE), Juni 2012

Seit dem Jahr 1998 werden in jedem Frühjahr die Ergebnisse des CHE-Hochschulrankings veröffentlicht, das aus einer Ranggruppenliste der universitären Standorte verschiedener akademischer Fachdisziplinen besteht. Durch die seit 2005 stattfindende Publikation in DIE ZEIT hat dieses Ranking eine hohe öffentliche Sichtbarkeit erhalten.

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DGS-Stellungnahme zu Lehrprofessuren 

Wiederholt bringt der Wissenschaftsrat die von ihm Anfang 2007 verabschiedeten ›Empfehlungen zu einer lehrorientierten Reform der Personalstruktur an Universitäten‹ öffentlich ins Gespräch. Deren Kernelement: Lehrprofessuren.

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DGS gegen Vorratsdatenspeicherung

43 Bürgerrechtsorganisationen und Berufsverbände aus 11 EU-Mitgliedsstaaten, darunter die Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS), bitten den Europäischen Gerichtshof in einem heute veröffentlichten Schriftsatz, die EU-Richtlinie zur Erfassung des Telekommunikations- und Bewegungsverhaltens von 494 Mio. Europäern für unvereinbar mit den Grundrechten zu erklären.

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Wider die Kriminalisierung von Wissenschaft

Sektion Stadt- und Regionalsoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Stellungnahme der Sektion Stadt- und Regionalsoziologie in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie zur Verhaftung des Stadtsoziologen Andrej H.

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