Publikationen der Sektion

Publikationen der Sektion

Mölders, Marc (2019): Die Korrektur der Gesellschaft. Irritationsgestaltung am Beispiel des Investigativ-Journalismus. Bielefeld: Transcript Verlag.

Über Gesellschaft lässt sich viel lernen, wenn man die Arbeit an ihrer Korrektur untersucht. Globalisierung und Digitalisierung scheinen Korrektiven abseits des Staatlichen eine Sonderposition einzuräumen: Ungekannt schnell und grenzenlos können sie operieren. Marc Mölders zeigt, dass zentrale Gesellschaftsprobleme Übersetzungskonflikte sind und dies nicht nur differenzierungstheoretisch angenommen wird. Anhand des Investigativ-Journalismus – einer Form organisierter Gesellschaftskorrektur – zeichnet er nach, wie eine durch Tempo-Dosierung und Grenzeinhaltung gekennzeichnete Irritationsgestaltung aus Publikationen ›Druckerzeugnisse‹ macht.

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Eickelmann, Jennifer (2017): ›Hate Speech‹ und Verletzbarkeit im digitalen Zeitalter. Phänomene mediatisierter Missachtung aus Perspektive der Gender Media Studies. Bielefeld: Transcript Verlag.

Die Debatten um Hate Speech im Internet zeugen von der Brisanz der Frage, welche Verletzungsmacht diffamierenden Adressierungen inhärent ist: Handelt es sich um einen rein zeichenhaften Ausdruck freier Rede oder um einen ›realen‹ Gewaltakt?

Aus einer dualismuskritischen Perspektive entwickelt Jennifer Eickelmann ein Konzept mediatisierter Missachtung, das sich diesem Entweder-oder verweigert. Entlang materialreicher Analysen zeigt sie die Kontingenz dieser Kommunikationen im Spannungsfeld von Realität/Virtualität auf und legt dar, welche Bedeutung der Kategorie Gender und dem Medialen bei der Konstitution und Wirkmacht mediatisierter Missachtung zukommt.

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Stegbauer, Christian (Hrsg.) (2012): Ungleichheit aus medien- und kommunikationssoziologischer Perspektive. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Gesellschaften unterliegen einem Wandel. Zu diesem Wandel gehört die zunehmende Verbreitung von Medien im Alltag. Soziale Ungleichheit ist eines der wichtigsten Themen der Soziologie. Beides zusammen betrachtet dieser Band: Thematisiert wird die Entstehung von Ungleichheit bei der Produktion von Medien, bei deren Anwendung und Konsum, bei den Medieninhalten und nicht zuletzt auch in den Medien selbst, wie dies etwa beim Internet der Fall ist. Im Band werden theoretische Zugange und Fallstudien vorgestellt und damit der Stand der Forschung in diesem Bereich erschlossen.

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Jäckel, Michael/ Mai, Manfred (Hrsg.) (2008): Medienmacht und Gesellschaft. Zum Wandel öffentlicher Kommunikation. Frankfurt am Main: Campus Verlag.

Das Thema Medien und Macht wird von der Öffentlichkeit von jeher kritisch betrachtet. Weckt es doch die Erwartung einer gezielten oder verdeckten Einflussnahme von Meinungen, Einstellungen und Wertehaltungen. Wenn Medienbeobachter heute von ›So viel Macht war noch nie‹ sprechen, meinen sie damit nicht nur die Folgen zunehmender ökonomischer Konzentrationsprozesse und geänderter Besitzverhältnisse. Verstärkt wird auch thematisiert, ob und wie neue Technologien neue Artikulationsformen ermöglichen und damit dem Publikum bzw. den Nutzern eine neue Rolle zukommen lassen. Der Band beleuchtet die ambivalenten Folgen der aktuellen Medienentwicklung.

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Stegbauer, Christian/ Jäckel, Michael (Hrsg.) (2008): Social Software. Formen der Kooperation in computerbasierten Netzwerken. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Mit Social Software bezeichnet man computernetzwerkgestützte Systeme zur Zusammenarbeit von Teilnehmern. Der Begriff bezieht sich vor allem auf neuere Anwendungen wie Wikis, Weblogs, gemeinsame Fotosammlungen, kollaborativ erstellte Verschlagwortungsseiten und Instant Messaging. In der Regel gilt, dass die Nutzer die jeweiligen Inhalte selbst erstellen und dadurch auch ein Gefühl von Gemeinschaft entsteht bzw. unterstützt wird.
In der Einführung wird ein Überblick über Social Software-Anwendungen gegeben. Dabei werden auch die Herausforderungen für die Medien- und Kommunikationsforschung thematisiert. In den Beiträgen werden Themen behandelt wie die Erstellung von Open Source Software und die Auswirkungen von Weblogs, Wikis, Gesundheitsforen, Online Rollenspielen, Instant Messaging und Social Software in der Organisationskommunikation.

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Mai, Manfred/ Winter, Rainer (Hrsg.) (2006): Das Kino der Gesellschaft - die Gesellschaft des Kinos. Interdisziplinäre Positionen, Analysen und Zugänge. Köln: Herbert von Halem Verlag.

Die Durchdringung unseres Alltagslebens und unserer Fantasien mit Filmen führt zu der Frage, was Filme über die soziale Wirklichkeit aussagen können. Welche Einblicke in soziale, politische und kulturelle Strukturen und Prozesse können uns Kinofilme vermitteln? In welchem Verhältnis steht das Kino zur empirischen Sozialforschung? Filmanalyse sollte immer auch Gesellschaftsanalyse sein. Die ausschließliche Konzentration auf die Filmästhetik oder auf die Rezeption durch ein aller sozialen Bezüge entkleidetes Subjekt führen zu Verzerrungen und zur Ausblendung der gesellschaftlichen Wirklichkeit.

Der vorliegende Band dokumentiert interdisziplinäre - genrehistorische, philosophische, kulturwissenschaftliche, soziologische, psychoanalytische - Fallstudien und Zugänge zum Film. Es zeigt sich, dass durch die Integration unterschiedlicher methodischer Zugänge ein erweitertes Verständnis des Mediums Film sowie konstruktive Forschungsperspektiven für die Filmwissenschaft und Filmsoziologie ermöglicht werden.

Autoren dieses Bandes sind: Dirk Blothner, Lorenz Engell, Ursula Ganz-Blättler, Brigitte Hipfl, Rainer Jogschies, Angela Keppler, Karl Lenz, Manfred Mai, Lothar Mikos, Sebastian Nestler, Olaf Sanders, Markus Wiemker und Brigitte Ziob.

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Jäckel, Michael/ Mai, Manfred (Hrsg.) (2005): Online-Vergesellschaftung? Mediensoziologische Perspektiven auf neue Kommunikationstechniken. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Der soziologische Begriff der Vergesellschaftung ist unter anderem eng verbunden mit den Arbeiten von Max Weber und Georg Simmel. Anknüpfungen an diese Klassiker finden sich zunehmend in aktuellen Untersuchungen zu technisch vermittelten Sozialbeziehungen. Ob die sozialen Prozesse in ›virtuellen Gruppen‹, Chatforen, Videokonferenzen oder Mailinglisten jedoch mit den Begrifflichkeiten der klassischen Gemeinschaft-Gesellschaft-Debatte angemessen erfasst werden können, ist umstritten. Die teils kontroversen Beiträge des Bandes verfolgen das gemeinsame Ziel, die Nutzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien als Prozesse der Vergemeinschaftung oder Vergesellschaftung zu untersuchen. Der Band stellt entsprechende systemtheoretische, netzwerkanalytische, informationswissenschaftliche und techniksoziologische Ansätze vor und gibt auf diese Weise einen umfassenden Überblick zum Themenkomplex der ›Online-Vergesellschaftung‹.

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Jäckel, Michael/ Brosius, Hans-Bernd (Hrsg.) (2005): Nach dem Feuerwerk: 20 Jahre duales Fernsehen in Deutschland. Erwartungen, Erfahrungen und Perspektiven. München: Reinhard Fischer Verlag.

Jahre duales Fernsehen bedeutet 20 Jahre mit wechselnden Kontroversen über die Rolle eines bedeutenden Mediensegments in unserer Gesellschaft. Die ursprünglichen Erwartungen wurden dabei mit Erfahrungen konfrontiert, und das gilt in gleichem Maß für die Medienpolitik, die Medienökonomie, und nicht zuletzt die Zuschauer. Beiträge von: Klaus-Dieter Altmeppen, Hans-Bernd Brosius, Annette Fahr, Michael Jäckel, Walter Klingler, Manfred Mai, Constanze Rossmann, Wolfgang Seufert, Hans-Jörg Stiehle.

Mai, Manfred/ Neumann-Braun, Klaus/ Schmidt, Axel (Hrsg.) (2003): Popvisionen. Links in die Zukunft. Frankfurt am Main: Suhrkamp Verlag.

So ungleich wie heute waren die Popjünger noch nie. Das Diktum der neunziger Jahre, daß jeder eine Minderheit sei, ist im Pop auf ganz eigentümliche Weise wahr geworden: Jeder gehört einem anderen Stamm an, befolgt andere Spielregeln, hört andere Musik. Nur eines scheinen alle nach wie vor gemeinsam zu haben: Sie hängen an den alten Popmythen: Ablehnung des Spießertums, Lust auf Freiheit und ein unbändiger Erlebnishunger - im Netz und außerhalb des Netzes.
Was aber stiftet in Zeiten der Globalisierung und Individualisierung Einheit im Pop-Dschungel? Lassen sich globalisierte und internationalisierte Szenen (Techno, HipHop) noch als lebensweltlich fundierte Gemeinschaften begreifen? Sind Szenen durch enorme Binnendifferenzierungen nur noch nominelle Quasi- Gemeinschaften? Wie werden kulturelle Differenzen vermittelt, wie fein sind die Unterschiede geworden? Welche theoretischen Konsequenzen hat die Entdeckung des einenden Prinzips der Distinktion?

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Mai, Manfred/ Neumann-Braun, Klaus (Hrsg.) (1999): Von den 'Neuen Medien' zu Multimedia. Gesellschaftliche und politische Aspekte. Baden Baden: Nomos Verlag.

Durch ihre Digitalisierung und globale Vernetzung haben die Medien eine neue Qualität erhalten. So entstehen neue Produkte und Geschäftsfelder sowie neue strategische Allianzen. Diese Entwicklung stellt ebenso wie das Zusammenwachsen von Individual- und Massenkommunikation gerade auch für die Medienpolitik eine wachsende Herausforderung dar.Der Tagungsband der Sektion ›Medien- und Kommunikationssoziologie‹ in der Deutschen Gesellschaft für Soziologie leistet eine aktuelle Bestandsaufnahme insbesondere zur Internetentwicklung und der Rolle des Fernsehens. Dabei werden interdisziplinäre Ansätze aus Soziologie, Politikwissenschaft, Ökonomie und Rechtswissenschaft herangezogen und mit Berichten aus der Medienpraxis verbunden.Manfred Mai ist Leiter des Referats ›Medienwirtschaft‹ in der nordrhein-westfälischen Staatskanzlei und Vertreter einer Professur für Politikwissenschaft an der Universität Essen. Klaus Neumann-Braun ist Professor für Soziologie an der Universität Frankfurt/Main und als Gutachter für Landesmedienanstalten tätig.

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