Dissertationspreis
Verleihung des Dissertationspreises der Sektion 2025
Wir beglückwünschen Marie-Fleur Phillipe und Andreas Weiland zur Verleihung des ersten Dissertationspreises der Sektion Sozialpolitik! Beide Preisträger:innen haben mit ihren Dissertationen einen innovativen Beitrag zur soziologischen Sozialpolitikforschung geleistet, weshalb wir den Preis in diesem Jahr teilen.
Marie-Fleur Phillipe (Universität Tübingen) hat sich in ihrer Dissertation mit dem Titel Family policies, gender ideologies and normative support for gendered work-care arrangements. Evidence from two survey experiments in Germany mit der Frage auseinandergesetzt, wie Familienpolitik und Informationen über Politikangebote normative Vorstellungen zu Erwerbs- und Sorgearbeit prägen. Ihre Arbeit zeigt auf methodisch innovative Weise, dass die Qualität der Kinderbetreuung die Akzeptanz von mütterlicher Erwerbstätigkeit erhöht, die Unterstützung von Teilzeitarbeit bei beiden Elternteilen die Vollzeiterwerbsnorm von Vätern aufweicht und sich Informationen über Politik und deren Wirkungen auf die Einstellung von Menschen auswirkt.
Die Dissertation von Andreas Weiland (TU Dortmund) trägt den Titel Couples’ careers and women’s financial security in later life. Sie geht der Frage nach, wie die miteinander verknüpften Erwerbsbiografien von Paaren die finanzielle Absicherung von Frauen im Alter prägen. Weiland nimmt die theoretische Perspektive der linked-lifes ein und zeigt damit, dass die Renten von Frauen nicht nur durch ihre eigene Erwerbsbiografie, sondern auch durch die ihres Mannes geprägt werden, welche Ungleichheiten damit im Alter entstehen und wie Unterschiede auf der Makroebene zwischen Ost- und Westdeutschland oder Ländern mit unterschiedlichen Alterssicherungssystemen die Ungleichheiten beeinflussen.