Sektionsveranstaltungen

Sicherungsversprechen im Wandel: Aktuelle verteilungspolitische Konfliktlinien im deutschen Sozialstaat
Jahrestagung der Sektion ›Sozialpolitik‹ an der Ernst-Abbe-Hochschule Jena
Organisation: Stefanie Börner | 11./12. März 2027

Die Tagung zielt die Tagung darauf ab, die zentralen verteilungspolitischen Konfliktlinien im deutschen Sozialstaat interdisziplinär zu analysieren und in ihren Wechselwirkungen zu betrachten. Im Mittelpunkt sollen dabei nicht nur Verteilungskonflikte zwischen verschiedenen Adressat:innen von Sozialpolitik stehen, sondern auch Konfliktlinien in politischen Aushandlungen und Konflikte zwischen unterschiedlichen sozialpolitischen Leitideen und ihren jeweiligen Sicherungsversprechen. Ziel ist es, unterschiedliche Disziplinen und Perspektiven etwa aus der Sozialpolitikforschung, der Sozialen Arbeit, der Ungleichheits- und Migrationsforschung zusammenzubringen.

Einreichungen von Forschenden aller Qualifikations- und Karrierestufen sowie Akteuren aus der Praxis sind willkommen. Die Übernahme von Reisekosten kann bei Bedarf geprüft werden. Wir freuen uns über aussagekrätiige Abstracts im Umfang von circa 500 Wörtern bis zum 23. Oktober 2026 an: stefanie.boerner@eah-jena.de.

Call for Papers

Digital Divides in der Sozialpolitik(forschung) - Veranstaltung der Sektion Sozialpolitik auf dem 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 28.09.-02.10.2026 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Einer der gesellschaftlichen, ökonomischen und technologischen Mega-Trends, der die Zukünfte von Wohlfahrtsstaat und Sozialpolitik entscheidend beeinflusst, sind die Digitalisierung und der Einsatz von Techniken der Künstlichen Intelligenz. Dabei beinhaltet Digitalisierung zum einen Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft und Arbeitsmarkt und damit durch Sozialpolitik möglicherweise zu adressierende Problemlagen und Risiken. Zum anderen beeinflusst Digitalisierung die Sozialpolitik auch auf der Ebene ihrer eigenen Organisation und Implementation. So hat die Digitalisierung, falls sozialstaatlich eingesetzt, unmittelbare Auswirkungen auf die Antragsstellung und damit den Zugang zu Sozialleistungen, was Vereinfachungen bedeuten, jedoch auch zu neuen Zugangshürden und Exklusionsrisiken verschiedener gesellschaftlicher Gruppen führen kann, welche als digital divides bzw. digital inequalities diskutiert werden.

Doch hat die Digitalisierung nicht nur auf die Sozialpolitik als Forschungsgegenstand erhebliche Auswirkungen – sie hat auch die Möglichkeiten der Methoden verändert, mit welchen Forschende diesen Gegenstand analysieren können: Computational Social Science (CSS) erlauben neue Formen der Datenerhebung und -analyse und damit neue Zugänge zu sozialpolitischen Fragestellungen. Im Unterschied zu anderen Teilbereichen der Soziologie und den Sozialwissenschaften allgemein haben Methoden aus dem Feld von CSS bisher allerdings kaum Anwendung in der Sozialpolitikforschung gefunden.

Ziel der Sektionsveranstaltung ist es, Forschende aus beiden Themenbereichen zusammenzubringen – Digitalisierung und Sozialpolitik einerseits, CSS in der Sozialpolitikforschung andererseits. Wir wollen damit eine isolierte Betrachtung der beiden Bereiche überwinden und Querverbindungen zwischen Digitalisierung als Thema der Sozialpolitikforschung und digitalen Methoden der Erforschung von Sozialpolitik diskutieren.

Anbei der Call for Papers des Organisationsteams. Einreichungsfrist ist der 31.03.2026.

Forum sozialpolitische Forschung - Veranstaltung der Sektion Sozialpolitik auf dem 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie vom 28.09.-02.10.2026 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Die Sektion Sozialpolitik organisiert im Rahmen des DGS-Kongresses an der Universität Duisburg-Essen das ›Forum sozialpolitischer Forschung‹. Mit dieser bereits bewährten Veranstaltungsform möchte die Sektion Gelegenheit bieten, laufende Forschungen und
aktuelle Forschungsergebnisse im Bereich der sozialwissenschaftlichen Sozialpolitikanalyse zu präsentieren. Wir laden somit Forscher*innen bzw. Forschungsgruppen aus den verschiedensten akademischen und institutionellen Kontexten ein, Einblicke in ihre Arbeit zu gewähren und sie zur Diskussion zu stellen. Das Forum ist thematisch offen, d.h. Beitragsangebote können die gesamte Bandbreite der sozialwissenschaftlich orientierten Sozialpolitik-Forschung abdecken.

Anbei der Call for Papers der Organisator*innen. Deadline ist der 31. März 2026.