Arbeitskreise

Arbeitskreise

Die Arbeit der Sektion findet vor allem im Rahmen der jährlichen Frühjahrs- und Herbsttagungen statt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, zu bestimmten Themen der soziologischen Theorie eine intensive und langfristig orientierte Diskussion im Rahmen von Arbeitskreisen zu führen. Vorschläge zu Arbeitskreisen können jederzeit an den Vorstand gerichtet werden. Sie sollten eine kurze thematische Beschreibung und Begründung umfassen und von mindestens drei Mitgliedern der Sektion unterstützt werden.

Interdisziplinärer Arbeitskreis Phänomenologien und Soziologie

Der Arbeitskreis wurde 2015 gegründet. Ziel ist es, der Rezeption der Phänomenologie in der Soziologie und in den angrenzenden Wissenschaften (Philosophie, Pädagogik, Ethnologie/Anthropologie) in umfassender Weise ein Forum zu bieten (Sprecher/innen: Robert Gugutzer, Gesa Lindemann, Anna Henkel, Martin Endreß).
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Arbeitskreis Normen und Normativität

Der Arbeitskreis wurde 2016 gegründet. Es werden drei Ziele verfolgt: Wir wollen die verschiedenen Zugänge zu Normen und Normativität in der soziologischen Theorie vergleichend diskutieren, soziologische Positionen verstärkt in den interdisziplinären Diskurs ad Normen einbringen und einen Raum für die Reflexion der Normativität soziologischer Theorie schaffen (Sprecher/innen: Fabian Anicker, Linda Nell, Ulf Tranow, Matthias Klemm).
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Arbeitskreis Gewalt als Problem soziologischer Theorie

Der AK wurde 2017 gegründet, und zwar, um ›maßgeblich empirisch induzierte Probleme der Theoretisierung von Gewalt zu formulieren und zu bearbeiten. Neben Überlegungen zur empirischen Analyse sollen ... vorwiegend theoretische und methodologische Fragen im Vordergrund des Arbeitskreises stehen.‹ (Sprecher/innen: Andreas Braun und Verena Keysers).
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Arbeitskreis Digitalisierung als Herausforderung für die soziologische Theorie

(Koordination: Katharina Block, Beginn: 7/2019)
Ein erster Workshop fand im Dezember 2019 statt.

Die Adressierung und Perspektivierung von Sachverhalten, die dem Bereich der Digitalisierung zugeschrieben werden, geschieht auf vielfältige Weise. Neben den allgegenwärtigen digitalen ›Informationen‹, ›Daten‹ und ›Algorithmen‹, stehen ebenso das digitale Wissen, digitale Infrastrukturen, digitale Netzwerke, digitale Kommunikationen, die Materialität des Digitalen und natürlich das Phänomen der Digitalisierung als transformativer Prozess im Fokus. Zwar scheint es einsichtig, dass diese Adressierungen das gleiche Phänomen benennen sollen, nur ist diese Absicht bei Verwendung des gleichen terminus technicus eo ipso noch nicht erfüllt. Die  Multiparadigmatizität der Soziologie ist zwar ein Gewinn, insofern sie soziale Phänomene facettenreich in den Blick zu nehmen erlaubt (wenn es um die Frage geht, wer oder was ein Akteur ist bzw. agency besitzt, ob die Bezüge zwischen den Akteuren interaktiv, netzwerkartig oder durch strukturelle Kopplungen vollzogen werden, z.B.). Andererseits kann der Theorienpluralismus gerade, wenn es darum geht, das gleiche Phänomen zu beschreiben, zu einer Unschärfe führen. Diese Unschärfe fordert die Theorie heraus: Inwiefern kann das Phänomen der Digitalisierung als ein Gegenstand der soziologischen Theorie, d.h. im Rahmen von Sozialtheorien und/oder Gesellschaftstheorien, entfaltet werden? Wird das gleiche Phänomen adressiert? Wie viel muss schon von Digitalisierung beschrieben, wie weit muss sie eingegrenzt oder deutlich im Sinne von conceptual frameworks konturiert werden, damit alle Paradigmen über das gleiche sprechen? Inwiefern verändern die Imaginationen von Akteuren, Zeit/Raum, Körper und Praxis sowie Materialitäten die Perspektive auf Phänomene, die als digitale identifiziert worden sind, und spricht man von dem gleichen Phänomen, wenn die zentral gestellte Aspektivität verschieden ist? Wie lässt sich Digitalisierung soziologisieren, ohne normativ entschieden zu haben, ob digitale Prozesse eine ›gute‹ oder ›schlechte‹ Gesellschaftsentwicklung evozieren? Auf welche Weise erfassen theoretische Ansätze das, was als ein digitales Phänomen angesprochen wird? Welche ›blinden Flecke‹ bringen der methodologische Individualismus, Holismus und Relationalismus mit sich, wenn sie der transformativen Spur digitaler Prozesse folgen? Mit dem AK streben wir einen Diskurs über das Phänomen der Digitalisierung als konzeptuelle Herausforderung für die Soziologische Theorie an.

Link zu Sociohub: https://www.sociohub-fid.de/s/digitalisierung-der-soziologie/