Karl-Polanyi-Preis

Mit dem Karl-Polanyi-Preis, als ein Preis für eine herausragende Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Wirtschaftssoziologie, wird alle zwei Jahre alternierend ein Buch (Monographie oder Herausgeberschaft) und ein Artikel in einer soziologischen Fachzeitschrift prämiert. Nominiert werden können jeweils Arbeiten, die in den vier Jahren vor der Auslobung veröffentlicht wurden. Eine kurze Information zum Leben und Werk von Karl Polanyi findet sich hier.
 
Auf dem 40. Soziologiekongress 2020 in Berlin wurde der mit 500,- Euro dotierte Karl-Polanyi-Preis zum siebten Mal verliehen. Der Karl-Polanyi-Preis 2020 der Sektion Wirtschaftssoziologie geht an Sascha Münnich für seinen Aufsatz ›Profit as Social Rent: Embeddedness and Stratification in Markets“ (Sociological Theory 37/2: 162-183). Die Jury bestand aus Anita Engels, Sophie Mützel und Klaus Kraemer. Wir gratulieren sehr herzlich!
 
Frühere PreisträgerInnen:
 
2018: Jens Beckert für das Werk ‹Imagined Futures: Fictional Expectations and Capitalist Dynamics› (2016, Harvard University Press). Die Monographie ‹Wirtschaft in der New Economic Sociology. Eine Systematisierung und Kritik› (2015, Springer VS) von Jan Sparsam erhielt eine Honorable Mention. Die Jury bestand aus Jürgen Beyer, Birgit Blättel-Mink und Heike Jacobsen.
 
2016: Marc Keuschnigg für seinen Aufsatz ‹Product Success in Cultural Markets: The Mediating Role of Familiarity, Peers, and Experts› in der Zeitschrift Poetics. Rainer Diaz-Bone, Nina Baur und Sighard Neckel gehörten der Auswahljury an. Die Laudatio hielt Nina Baur.
 
2014: Gertraude Mikl-Horke für ihre Monographie ‹Historische Soziologie - Sozioökonomie - Wirtschaftssoziologie›, erschienen im VS Verlag für Sozialwissenschaften. Sigrid Quack, Nina Baur und Sighard Neckel gehörten der Auswahljury an. Die Jury hat im Zuge der Preisverleihung zudem eine ‹honorable Mention› für die Monographie von Lisa Knoll ‹Über die Rechtfertigung wirtschaftlichen Handelns. CO2-Handel in der kommunalen Energiewirtschaft› ausgesprochen.
 
2012: Sophie Mützel für ihren Aufsatz ‹Koordinierung von Märkten durch narrativen Wettbewerb›, erschienen in der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. Sonderheft 49: 87-106. Die Jury bestand aus Herbert Kalthoff, Gertraude Mikl-Horke und Sigrid Quack.
 
2010: Andreas Langenohl für seine Monographie ‹Finanzmarkt und Temporalität› (2007, Stuttgart: Lucius und Lucius). Christoph Deutschmann, Jürgen Beyer und Gertraude Mikl-Horke gehörten der Jury an.
 
2008: Patrik Aspers für den Aufsatz ‹Wissen und Bewertung auf Märkten", erschienen im Berliner Journal für Soziologie, 2007/4, S. 431-449. Jürgen Beyer, Christoph Deutschmann und Richard Swedberg bildeten die Jury.